Am Bedarf orientiert: Planungen für neue Kita in Maden

Das neue Kita-Gebäude soll am Ortsrand von Maden entstehen. Um dem Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Maden und Obervorschütz nachkommen zu können, plant die Stadt Gudensberg den Bau einer neuen Kindertagesstätte in Maden. Diese Planungen hat die Stadtverordnetenversammmlung durch einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im April 2018 angeschoben. Entscheidendes Kriterium für die Planungen ist ein anhaltender Bedarf an zusätzlichen Plätzen für die Kinderbetreuung in den beiden Stadtteilen Maden und Obervorschütz. Im ganzen Verfahren setzt die Stadt Gudensberg auf Transparenz und eine offene Informationspolitik. Bereits im Juni und September 2018 waren die Pläne in Informationsveranstaltungen vorgestellt worden. Geplant wird eine Einrichtung mit drei Gruppen, die im Bedarfsfall um zwei weitere Gruppen auf fünf Gruppen erweitert werden kann.

Wachsender Bedarf für Maden und Obervorschütz
Dort in die soziale Infrastruktur investieren, wo sie benötigt wird, ist eines der Prinzipien der städtischen Gremien. Diese Erkenntnis war auch handlungsleitend bei dem Vorhaben, für Maden und Obervorschütz benötigte Plätze zur Kinderbetreuung ortsnah neu zu schaffen. Der Stadtteil Maden für die neue Kita ist aus mehreren Gründen sinnvoll und besitzt klare Vorteile gegenüber anderen Standorten:

• Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen für Maden und Obervorschütz ist bereits heute größer als der des Neubaugebietes Steinzeitsiedlung. Während in Maden und Obervorschütz gegenwärtig bei 2.249 Einwohnern 74 Kinder im Kita-Alter von 1 – 5,5 Jahren leben, sind es in der Steinzeitsiedlung Neubaugebieten bei 378 Einwohnern 42 Kinder. Es kann also davon ausgegangen werden, dass eine 3-gruppige Einrichtung allein mit Kindern aus Maden und Obervorschütz ausgelastet werden kann.

• Maden und Obervorschütz verfügen über eine gewachsene, über die Generationen verteilte Bevölkerungsstruktur, sodass zum einem von einer stabilen Einwohnerzahl von rund 2.400 Personen, aber auch von einer ebenso stabilen Geburtenzahl ausgegangen werden kann. Dieser anhaltende Bedarf ist für den Bau einer Kita ausschlaggebend. Erfahrungen zeigen, dass in Neubaugebieten in der Anfangszeit der Bebauung eine höhere Geburtenziffer gemessen werden kann, die dann aber nach einigen Jahren nachlässt.

Obervorschütz und Maden

  • Einwohner (Erstwohnsitz): 2.249
  • Kinder (1 – 5,5 Jahre): 74
  • Kita-Kinder/Einwohner: 3,3 %

Steinzeitsiedlung

  • Einwohner (Erstwohnsitz): 378
  • Kinder (1 – 5,5 Jahre): 42
  • Kita-Kinder/Einwohner: 11,1 %

Baumsiedlung

  • Einwohner (Erstwohnsitz): 638
  • Kinder (1 – 5,5 Jahre): 23
  • Kita-Kinder/Einwohner: 3,6 %

(Stand: 29.11.2018)

• Die Zahlen belegen, dass der Bedarf im jüngeren Neubaugebiet, der Steinzeitsiedlung, höher ist, während er im älteren Neubaugebiet, der Baumsiedlung, auf einen Durchschnittswert zurückgegangen ist.

• Die bereits bestehenden Gudensberger Kitas befinden sich komplett im Bereich der Kernstadt. Dies war bislang wegen der Geburtenentwicklung auch richtig. Aufgrund des gestiegenen und konstanten Bedarfs an Plätzen in Maden und Obervorschütz ist es aber angemessen, dies nun, auch aus pädagogischen Gründen, anders zu handhaben:

• Obervorschütz und Maden bilden bereits einen gemeinsamen Grundschulbezirk. Die Einrichtung einer Kita für die beiden Stadtteile würde einen gemeinschaftlichen Übergang der Kinder von der Kita in die Grundschule ermöglichen, was aus pädagogischer Sicht mit vielen Vorteilen verbunden ist. Nach dem Bau der neuen Kita würde also Obervorschütz über die Grundschule, Maden über die Kita verfügen. Eine ausgeglichene und nützliche Aufteilung.

• Auch die verkehrstechnische Anbindung spricht eindeutig für den Standort Maden: Die Kita ist aus Obervorschütz und Maden auf kürzestem Weg erreichbar, das für den Bau vorgesehene Grundstück ist verkehrsgünstig am Ortsausgang Richtung Obervorschütz gelegen und zwei Baureihen von der jetzigen Bebauung entfernt.

Neuer Multifunktionsraum für Maden
Weitere Synergien stellen sich durch die Einbeziehung eines Multifunktionsraumes in das Gebäude ein. Der Multifunktionsraum kann tagsüber von Gruppen der Kita als Bewegungsraum und am Abend von Vereinen und anderen Gruppen genutzt werden. Für Vereine besteht ein großer Bedarf, der derzeit nicht erfüllt werden kann. Die Einrichtung kann so ganztägig zum barrierefreien Ort der generationsüberschreitenden Begegnung und der Kommunikation werden. Dieser Aspekt wird durch die Gestaltung der Raumzuschnitte unterstützt: Im großen Foyer ist genügend Platz für die Begegnung, auch könnte eine Café-artige Situation geschaffen werden. Neben dem Multifunktionsraum können Parkplätze, ein Kinderspielplatz, sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume (Foyer) gemeinsam genutzt werden.

Das Verfahren – Transparent und offen
Das erforderliche Planverfahren wurde am 26. April 2018 durch den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 86 „Am Dammwege“ durch die Stadtverordnetenversammmlung der Stadt Gudensberg eröffnet. Auch der Ortsbeirat Maden hat sich für den Bau der Kita und des angegliederten Multifunktionsraumes ausgesprochen. Zur Zeit wird der Vorentwurf erarbeitet, der voraussichtlich Anfang des Jahres 2019 in die erste Phase der Bürgerbeteiligung geht. In dieser Auslegungsphase (Termin wird bekanntgegeben) besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben. Gleichzeitig werden andere Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange beteiligt.