Bürgermeister vor Ort: DPD-Depot Gudensberg profitiert von stürmischer Entwicklung im Logistiksektor

DPD-Niederlassungsleiter Dirk Stephan (r.) und Hub-Leiter Harald Kessler (l.) führen Bürgermeister Frank Börner durch das Verteilzentrum.„Die Lage ist gut“. Eine Erkenntnis, die nicht nur für Nordhessen, sondern in besonderem Maße auch für Gudensberg gilt. Ein zentraler Standort ist für Logistikdienstleister wie der DPD Deutschland GmbH, die 1995 mit einem Depot in Gudensberg startete, das A&O. Seither hat das Unternehmen eine stürmische Entwicklung hinter sich, erfuhr Bürgermeister Frank Börner bei seinem Besuch von Dirk Stephan, dem Niederlassungsleiter in Gudensberg.

Vor 23 Jahren steckte der durch das Internet angeschobene Versandhandel noch in den Kinderschuhen, aber auch heute rechnen Branchenexperten wie Dirk Stephan und sein Kollege Harald Kessler, der den Umschlagbereich („Hub“) im DPD-Depot leitet, noch immer mit kontinuierlichem Wachstum. Allemal Grund genug, über die Zukunft des direkt an der A 49 gelegenen Depots nachzudenken und frühzeitig die richtigen Maßnahmen einzuleiten, betonten die beiden Logistikfachleute, denn sowohl Platz wie auch Kapazitäten stoßen schon heute an ihre Grenzen.

Gegenwärtig laufen bis zu 85.000 Versandstücke am Tag über die Förderbänder, rund 150 Mitarbeiter/innen kümmern sich in drei Schichten an 6 Tagen in der Woche um das Entladen der „Wechselbrücken“ (Lkw-Container), das Verteilen der Pakete und anderen Versandformate, um das Beladen der Sendungen für Geschäfts- und Privatkunden sowie um einen breit angelegten Kundenservice. Im Privatkundengeschäft sind 10 Subunternehmen mit mindestens 6 eigenen Fahrzeugen bei täglich rund 130 Touren tätig.

Harald Kessler (l.) erläutert die elektronisch gesteuerte Verteilung.Besonders das nächtliche Expressgeschäft habe zugenommen, erläutert Stephan. Hier habe der Kunde die Garantie, dass das von ihm bestellte Produkt binnen 24 Stunden zu Hause eintreffe. Wegen der Branchenentwicklung sei man praktisch immer auf der Suche nach Personal, erklärt Stephan und hebt hervor, dass die Löhne entsprechend dem Tarifvertrag deutlich über dem Mindestlohn lägen. Um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen, bilde das Unternehmen auch selbst aus.

Angefangen hat das zur französischen Post „La Poste“ gehörende Unternehmen 1976 unter dem Namen „Deutscher Paketdienst“ nach dem Franchiseprinzip, 2017 baute das Unternehmen die Firmenstruktur um und firmiert seit dem als DPD Deutschland. Privat- und Geschäftskunden bietet DPD einen umfangreichen Lieferservice an. Nicht nur das klassische Paket wird im Geschäftskundensegment befördert. Den Service von DPD können Unternehmen praktisch für alles nutzen, was nicht Speditionsware ist. Gegenwärtig ist DPD Deutschland die Nummer 2 am Markt. Der Zustellbereich des Gudensberger Depots umfasst Nordhessen sowie Gebiete in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.