Ein nettes Gespräch im „Cakau“? Schüler engagieren sich in der Integrationsarbeit

Schülerin Snezhana Zheleva (l.) engagiert sich im F26. Inzwischen erhält sie Verstärkung durch Nikolay Nikolov. Das „F26“, das ehemalige Evangelische Gemeindezentrum in Gudensberg, ist Ort der Begegnung vieler Bürger/innen. Mittlerweile ist es auch zentrale Anlaufstelle für die Integration der Neubürger. Integrationsberater Sofyen Gharbi hat beobachtet, dass sich immer mehr EU2-Bürger aus Bulgarien für eine Mitarbeit in sozialen Einrichtungen der Stadt Gudensberg interessieren und sich engagieren möchten. Ein Paradebeispiel hierfür ist Snezhana Zheleva. Die junge Schülerin der Dr.-Georg-August-Zinn-Schule engagiert sich seit mehreren Monaten ehrenamtlich in der Ehrenamtsbörse Mach-Mit.

Im F26 unterstützt sie die Arbeit im „Kaufhaus für Alle“ und dem parallel dazu stattfindendem Café. Sowohl Einheimische als auch Neubürger kommen hier dienstags und donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr bei Café und Kuchen ins Gespräch. Die junge bulgarische Mitbürgerin hatte Interesse bekundet, sich ehrenamtlich in Gudensberg zu engagieren, mit ihren Mitbürgern in Kontakt zu treten und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Im F26 bot sich dazu eine ideale Möglichkeit.

Daneben interessieren sich weitere bulgarische Mitbürger für ehrenamtliche Aktivitäten und den Austausch mit ihren Mitbürgern. So weckt Snezhana Interesse, insbesondere ihrer jungen bulgarischen Freunde, die das F26 vermehrt besuchen. Es entstehen wichtige Begegnungsmomente, man lernt einander kennen und stärkt das Gemeinwesen in Gudensberg. Snezhana ist ein gutes Beispiel für gelungene Integrationsprozesse, die Bereitschaft und das Interesse zur gesellschaftlichen Teilhabe und ein Vorbild für alle Beteiligten.