Ein spannender Tag bei Tagesmutter Sonja Herzogenrath

Tagesmutter Sonja Herzogenrath mit (v.l.) Emilia, Leon, Pauline und Emily.

Tagesmutter Sonja Herzogenrath mit (v.l.) Emilia, Leon, Pauline und Emily.

Als stiller Begleiter sitzt der Papi von Emilia auf einem kleinen Kinderstuhl und schaut dem Spielen der Kinder in Sonja Herzogenraths Kindertagespflege „Happy Kids“ in Obervorschütz zu. Emilia ist neu und soll eingewöhnt werden. Doch ganz mühelos findet sie sich in dem kindgerecht eingerichteten und mit vielen Beschäftigungsangeboten ausgestatteten Raum zurecht.

In Kürze wird Emilias Vertrauen in Sonja Herzogenrath und in ihre Spielgefährten so groß sein, dass der Papi nicht mehr dabei sein braucht. Dann können sich beide Elternteile während der täglichen Betreuungszeit wieder ganz ihrem beruflichen Alltag widmen.

So wie den Eltern von Emilia geht es vielen: Sie müssen und möchten einer Beschäftigung nachgehen und benötigen, in vielen Fällen für mehr als 8 Stunden am Tag, eine Tagesbetreuung. Für diese Fälle stehen Sonja Herzogenrath und andere Tagesmütter zur Verfügung. Sie bieten eine flexible Betreuung im Normalfall in den eigenen vier Wänden an, und sind daher eine Alternative zu den städtischen Kitas.

Sonja Herzogenrath ist seit rund 3 Jahren aktive Tagesmutter. Eine Tätigkeit, die ihr viel Spaß macht. Fünf Kinder im Kita-Alter kann sie betreuen, vier Plätze sind derzeit belegt. Einen „Notfallplatz“, wie sie sagt, kann sie noch anbieten. Der Umgang mit Kindern ist der Mutter und gelernten Krankenschwester vertraut. Für die Betreuung der Kinder hat sie sich als „qualifizierte Tagespflegemutter“ beim Schwalm-Eder-Kreis weitergebildet.

Das dortige Jugendamt hilft den Frauen (Männer gibt es kaum), die als Tagesmutter einsteigen wollen. Neben der Qualifizierung gibt es Zuschüsse für die Ausstattung der Räume, für Kinderbetten oder für einen Kinderwagen, denn regelmäßig ist Sonja mit den Kids draußen unterwegs: „Gern gehen wir auf die tollen Spielplätze in Obervorschütz, machen Spaziergänge im Dorf oder wir besuchen Tiere in der Nachbarschaft“, schildert sie. Was noch fehlt, sei eine Babyschaukel. Die habe sie schon bei Bürgermeister Frank Börner angemeldet, erklärt die Tagesmutter mit einem Lächeln.

Eines liegt Sonja Herzogenrath besonders am Herzen: Die Liebe zu Büchern. Die möchte sie an die Kindern weitergeben. Daher finden Emilia und ihre Gefährten eine Menge Literatur für ganz kleine Beschauer in der Kinderstube. Pauline kennt schon die meisten. Gerade verfolgt sie in einem Buch, was das kleine Schweinchen so den ganzen Tag erlebt. Am Abend geht es dann ins Bettchen, sagt Pauline mit einem kleinen Gähnen.