Gudensberg „erfolgreich vernetzt in Europa“ – Auszeichnung aus Berlin

Bürgermeister Frank Börner und Dr. Eberhardt Kettlitz nahmen die Ehrung von Susanne Scherrer, Direktorin des INTERREG-Programms der EU, und Dr. Katharina Erdmenger, Referatsleiterin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, entgegen (v.l.) Foto: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und RaumforschungDas Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat mit seinem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung den Preis „Erfolgreich vernetzt in Europa“ an Städte in vier Größenkategorien vergeben. In der Kategorie bis 10.000 Einwohnern hat die Stadt Gudensberg den 1. Preis gewonnen.

„Ihr Beispiel zeigt eindrücklich, dass mit wenig Mitteln große Effekte erzielt werden können“, schrieb Dr. Katharina Erdmenger, Referatsleiterin im Bundesministerium. Die Auszeichnungsfeier mit Fachvorträgen und einem Workshop fand am 28. November im Ernst-Reuter-Haus in Berlin statt. Die Laudatio hielt Susanne Scherrer, Direktorin des INTERREG-Programm der EU (Programm für interregionale Zusammenarbeit). Sie betonte den gegenseitigen Nutzen von Städtepartnerschaften.

„Weitsichtige Zusammenarbeit führt schlussendlich zu größeren Effekten auf allen Seiten. Auch dies ist in der Gudensberger Zusammenarbeit der Fall. Auf ukrainischer Seite führen konkrete Projekte zu einer besseren Lebenssituation. Zudem vermitteln sie den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort die Erfahrung, dass öffentliche Verwaltung und regionale Politik vertrauenswürdig sein können und in ihrem Sinne etwas erwirken wollen. Auf deutscher Seite wirkt sich besonders der sogenannte ‚change of mindset‘ positiv aus. Die aufgebauten Beziehungen führen dazu, dass die eigenen Arbeitsweisen hinterfragt und Vorurteile abgebaut werden – und der Horizont sich weitet. Das sind wertvolle Kompetenzen in einer Welt, die durch Abschottung und Ausgrenzung Lebensqualität gerade wieder vernichtet.“

Den Preis nahmen Bürgermeister Frank Börner und der Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik, Dr. Eberhardt Kettlitz, entgegen. Mit der Ehrenurkunde war ein professionelles Informationspaket verbunden. Bürgermeister Börner bedankte sich für die Auszeichnung und nannte sie einen Ansporn für die weitere Arbeit für ein friedliches und geeintes Europa. Das wichtigste Ziel der Städtepartnerschaften mit Jelcz-Laskowice in Polen und Schtschyrez in der Ukraine sei die Begegnung der Menschen, um gegenseitiges Vertrauen durch Zusammenarbeit aufzubauen. Nur gemeinsam könne man sich den Herausforderungen der modernen Welt stellen.