Großer Phoenix

Großer Phönix

Alle fünfhundert Jahre fliegt ein Vogel – schöner als der Pfau: sein Gefieder mit Smaragden, Rubinen, Saphiren und Hyazinth bestückt – zu den Zedern des Libanon, um sich mit Wohlgerüchen aufzufüllen.
Er setzt seinen Flug fort zu der altägyptischen Sonnenstadt Heliopolis (in der, der griechischen Mythologie zur Folge, die Götter geboren sind), wo ihn ein Priester empfängt mit aufgeschichtetem Holz auf dem Altar, das er entzündet.
Phoenix fliegt hinein und verbrennt. Am nächsten Tag findet der Priester einen Wurm in der Asche, am zweiten Tag wachsen ihm Flügel, am dritten ist er so schön wie zuvor.
Phoenix erhebt sich in die Lüfte, grüßt den Priester, um in 500 Jahren wiederzukehren…
Es ist eine Geschichte vom Werden und Vergehen, von der ewigen Wiederkehr.
Phoenix hier trägt noch alle Spuren der Verwandlung in sich durch das Feuer, allein der in die Höhe gereckte goldene Schnabel erzählt von seiner bevorstehenden, prächtigen Wiedergeburt.