Musik kennt keine Grenzen: Die „Original Chattengauer“ zu Besuch in Jelcz-Laskowice

Vor dem Rathaus blüht das Stadtwappen: Gäste und Gastgeber grüßen.Zum alljährlichen Fest „Tage der Stadt“, welches Gudensbergs polnische Partnerstadt feiert, lag erneut eine Einladung der Stadt vor. Neben Erstem Stadtrat Walter Berle und Stadtrat Ingbert Radloff, die die städtischen Gremien vertraten, waren diesmal die „Original Chattengauer“ dabei. Für das Orchester waren mehrere Auftritte verabredet. Beim City-Marathon nahm erneut eine Gruppe der Fun Runner des TSV Deute teil. Lara Umbach von den Original Chattengauern beschreibt hier ihre Reiseeindrücke.


Nach einigen Überlegungen, wie wir Original Chattengauer die Städtepartnerschaft von Jelcz-Laskowice und Gudensberg mit einem „Antrittsbesuch“ bereichern können, war vor gut einem Jahr der Entschluss gefasst, das verlängerte 1. Mai-Wochenende für einen ersten Austausch mit einer Fahrt nach Polen anzugehen. Am frühen Samstagmorgen ging es dann mit einer kleinen Verspätung auf in Richtung Polen. Bei der Pause präsentierte 1. Vorsitzender Martin Salfer die Gastgeschenke mit dem Motto der Reise „Musik verbindet“.

Der Chattengauer-Nachwuchs beim Schießwettbewerb.Dieses Motto war mit Kolki, dem Botschafter der Stadt Gudensberg, in drei Sprachen – Polnisch, Ukrainisch und Deutsch – auf Turnbeuteln gedruckt. Später bereitete uns Bernhard Brommer, einer unserer Dolmetscher, mit entsprechenden Informationen zu Geschichte, Geografie und Politik Polens wunderbar vor. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an ihn und an Martin Macioschek für die super Übersetzungsleistungen auf der Reise.

Angekommen in Jelcz-Laskowice, mussten wir uns auf die beiden Hotels aufteilen, da unsere Gruppe aus 47 Personen bestand. Viele Musiker wurden von ihren Ehepartnern oder Eltern begleitet und auch einige Nicht-Aktive unseres Vereins waren Teil der Reisegruppe. Am ersten Abend gab es die offizielle Begrüßung durch die Vertreter der Stadt Jelcz-Laskowice bei einem gemeinsamen Abendessen. Am nächsten Tag erlebten wir ein Stück Vereinsgeschichte bei einem Besuch des Schützenvereins. Bei hohen Außentemperaturen bot die Besichtigung der historischen Kellergewölbe der Grafen v. Saurma-Jeltsch im Anschluss an die Begrüßung mit lautem Kanonenschuss eine willkommene Abkühlung.

Die Original Chattengauer traten gemeinsam mit der Hanys Band in der Franziskanerkirche in Breslau auf.Während Kinder und Jugendlichen erste Übungen im Schießen vollführten, konnten die Erwachsenen bei kühlen Getränken die schöne Landschaft und Natur beim Austausch mit Mitgliedern des Schützenvereins und städtischen Vertretern genießen. Nach dem Besuch des Rathauses, welches in einem wunderschönen Gebäude untergebracht ist, freuten sich alle auf eine Stärkung beim Street-Food-Festival, welches an diesem Wochenende zum ersten Mal stattfand. Am Abend stand das erste große Highlight unseres Besuchs auf dem Programm: ein Auftritt unserer Musikanten gemeinsam mit der Big Band.

Am zweiten Tag lernten wir bei einer Stadtführung im ca. 20 Kilometer entfernten Breslau einiges über die Geschichte der Stadt. Nachdem wir nachmittags in kleinen Gruppen durch die Altstadt bummeln konnten, freuten wir uns alle auf ein weiteres Konzert in der Franziskanerkirche in Breslau. Nach einem kurzen katholischen Gottesdienst auf Polnisch lauschten wir begeistert dem Orchester Hanys Band, bevor wir wieder auf die Bühne durften. Mit einem gemeinsamen Stück und nach großem Beifall weiterer spontan gemeinsam aufgeführter Stücke endete das Konzert und wir trafen uns kurze Zeit später zum gemeinsamen Abendessen und Austausch in einem Bierkeller in der Markthalle in Breslau.

Deuter Laufsportler starteten bei der Marathon-Veranstaltung in Jelzc-Laskowice über 10 km (v.l.n.r.): Bernhard Merges, Michaela Ledderhose, Anne Theis, Karsten Ledderhose und Ullrich Horstmann.Dieser Abend stellte für uns alle sicherlich den Höhepunkt der Reise dar und so fielen wir später ein letztes Mal erschöpft in unsere Hotelbetten, um am nächsten Morgen die Heimreise nach Deutschland anzutreten, in der Hoffnung, im nächsten Jahr das tolle Konzert im Gudensberger Stadtpark wiederholen zu können.