Projekt Zukunft: Investitionsprogramm soll kommunale Infrastruktur stärken

Städtische Großbaustelle: Das neue Feuerwehrhaus an der Metzer Straße. Foto: FFW GudensbergDie Stadt Gudensberg investiert auch in den kommenden Jahren beträchtliche Summen in die kommunale Infrastruktur. Das kürzlich durch die Stadtverordnetenversammlung einstimmig verabschiedete Investitionsprogramm für die Jahre 2017 – 2021 sieht für 2018 ein Investitionsvolumen von 6,9 Mio € und für 2019 Investitionen in Höhe von 5,5 Mio. € vor.


Zahlreiche Zukunftsinvestitionen plane die Stadt, um den attraktiven Standort Gudensberg weiter zu stärken, erläutert Bürgermeister Frank Börner. Dafür greife die Stadt auf Erspartes zurück: Der Rücklage werden in 2018 nach den Planungen 2,75 Mio. € entnommen. Für Börner sind es aber Investitionen, die sich rechnen: „Wir setzen auch in den kommenden Jahren auf den Ausbau unserer Infrastruktur in allen relevanten Bereichen der kommunalen Daseinsfürsorge. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum, sowohl bei den Einwohnerzahlen, wie auch bei der Zahl der Arbeitsplätze. Mit dem Investitionsprogramm stärken wir den Standort Gudensberg.“

Doch nicht nur Rücklagen werden für die Investitionen eingesetzt: Die Stadt setzt auch in beträchtlichem Umfang eigene erwirtschaftete Mittel sowie Zuschüsse anderer Geldgeber wie Bund und Land ein.

Alle in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen schlossen sich dieser Einschätzung an: Das Investitionsprogramm 2017 –  2021 konnte einstimmig durch das Stadtparlament verabschiedet werden.

Schwerpunkte in 2018
Weit oben in der Prioritätenliste steht nach wie vor der Brandschutz in der Stadt. Für den Ausbau der Feuerwehrgebäude stehen 2018 rund 600.000 € zur Verfügung, ein Großteil fällt dabei auf den Abschluss der Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Gudensberg, aber auch kleinere Investitionen in den Stadtteilen Dorla, Gleichen und Obervorschütz sind vorgesehen. Für Fahrzeuge und Geräte sollen im kommenden Jahr rund 200.000 € ausgegeben werden.

Im Terrano-Bad muss das Dach erneuert werden. Foto: Jürgen PreussDie Sanierung des Terrano Hallenbades soll möglichst in 2018 abgeschlossen werden. Für die Sanierung des Dachs, die Beckensanierung und die Optimierung der Lüftungsanlage müssen voraussichtlich 1,75 Mio. € aufgewandt werden. Für die Betreuung der Kinder im Vorschulalter werden auch in Zukunft weitere Betreuungsplätze benötigt. Der Investitionsplan geht davon aus, dass der einer weiteren Kindertagesstätte notwendig wird und sieht einschließlich erforderlicher Modernisierungsmaßnahmen in 2018 und 2019 2,1 Mio € vor.

Die Obernburg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gudensberger/innen wie auch für Gäste der Stadt. Investitionen in den Gewölbekeller sowie in ein „Haus auf der Burg“ (650.000 €) sollen die Attraktivität steigern und weitere Aktivitäten auf dem „Dach von Gudensberg“ ermöglichen. Weitere Beträge im Investitionsprogramm sehen den Ausbau der Spielplätze in der Kernstadt und den Stadtteilen vor (85.000 €). Mit dem Förderprogramm „Leben im Stadt- und Ortskern“ begegnet Gudensberg seit Jahren erfolgreich dem Leerstand und dem Verfall der Altbausubstanz. Private Bauherren können Zuschüsse erhalten, wenn sie ihre Gebäude modernisieren und/oder Fachwerkfassaden sanieren. Dafür stehen 2018 erneut 100.000 € bereit.

Bauplätze für Eigenheime

Auch in den Erhalt einer leistungsfähigen Trinkwasserversorgung investiert die Kommune: Der Tiefbrunnen am Buchenborn soll 2018 mit 300.000 € saniert werden. Damit sich weiterhin in Gudensberg Unternehmen ansiedeln und auch neue Eigenheime entstehen können, plant die Stadt eine Reihe von Erschließungsmaßnahmen. So sollen im Jahr 2018 die Erschließungsmaßnahmen im „Gewerbegebiet West“ sowie für die Neubaugebiete Dissen, Dorla und Obervorschütz abgeschlossen werden. Das Gesamtvolumen für Erschließungsarbeiten beläuft sich auf rund 1,2 Mio. €. Damit stehen der Gudensberger Bürgern neue Bauplätze zur Verfügung.

Ein neuer Treffpunkt auf der Obernburg. Grafik: Architekturbüro SchwabeDas Straßen- und Wegenetz wird zudem durch den Ausbau der Alten Frankfurter Straße in Dorla (80.000 €), die Sanierung der Treppe zur Stadtkirche (120.000 €) und durch barrierefreie Bushaltestellen (100.000 €) gestärkt. Auch das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Alten Friedhof muss dringend saniert werden. Dafür sind 50.000 € vorgesehen.

Das alte Bahnhofsgebäude in Gudensberg steht, nachdem Jugendpflege und kommunale Krankenpflegestation bereits vor längerer Zeit andere Quartiere bezogen haben, überwiegend leer. Eine größere Umbaumaßnahme, die sowohl in 2018 als auch in 2019 jeweils 850.000 € kosten wird, sieht eine Nutzung durch den gegenwärtig beengt arbeitenden städtischen Bauhof vor, der dort Büro- und Lagerflächen erhält. Modernisieren kann der Bauhof auch seinen Fuhrpark: 2018 stehen dafür 170.000 € bereit.

Das Investitionsprogramm für 2018 finanziert sich wie folgt:

  • Investitionen: 6,873 Mio. €
  • Ausgaben für Tilgung: 0,172 Mio. €
  • Finanzmittelüberschuss aus lfd. Verwaltungstätigkeit: 1,327 Mio. €
  • Investitionsbeiträge und -zuschüsse Land, Kreis etc.: 2,566 Mio. €
  • Vermögensverkauf: 0,416 Mio. €
  • Kreditaufnahmen: 0,000 Mio. €
  • sonstiges: 0,011 Mio. €
  • Finanzmittelfehlbedarf (Rücklagenentnahme) 2,747 Mio. €

Die Finanzierung der Investitionen erfolgt auch in 2018 ohne die Aufnahme von Krediten.