Sprache als Integrationsbaustein: Neue passgenaue Angebote

Andreana Hogan (r.) unterrichtet die Flüchtlinge im F26.Mit der Möglichkeit, sich in seiner neuen Lebensumgebung verständigen zu können, beginnt die Integration. Dazu bedarf es auf die Teilnehmer/innen zugeschnittener Deutschkurse. Aktuellen Bedarf hatten die Mitarbeiter der Gudensberger Gemeinwesenarbeit ausgemacht und zwei Deutsch-Kurse organisiert, die im Juni starteten.

In einem speziellen Erstorientierungskurs treffen sich Geflüchte, die aufgrund von Neuankunft oder Wartezeiten aktuell keine anderen Sprachkurse besuchen können. Der Kurs findet täglich im Sozialzentrum F26 statt, erläutert der Integrationsbeauftragte Sofyen Gharbi. Der Kurs schließt daher eine Lücke und ermöglicht es den Geflüchteten, in insgesamt 300 Unterrichtseinheiten einen Einblick in die wichtigsten Themen des Alltags in Deutschland zu gewinnen und Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache zu machen. Träger des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge konzipierten Kurses zur Erstorientierung ist die VHS Schwalm-Eder.

Wichtige Information: Im Deutschkurs werden die Körperteile erläutert.Auch bei den in Gudensberg lebenden EU2 Bürger/innen bestand großes Interesse an einem niederschwelligen Deutschkurs, der sich mit den werktäglichen Arbeitszeiten vereinbaren lässt. So findet seit Juni 2018 zweimal wöchentlich abends ein spezieller Deutschkurs – ebenfalls im F26 – statt, der genau diesen Bedarf deckt. In Kooperation mit „Mach Mit in Gudensberg“ und der Stadt Gudensberg konnte dieses wichtige Angebot umgesetzt werden.

Dabei steht Integrationsberater Biser Ivanov in engem Kontakt mit den EU2 Bürgern, konnte den Bedarf erfassen und begleitet den Kurs. „Besonders erfreulich an diesem Angebot ist“, sagt Sofyen Gharbi, „dass der Kurs von einer Geflüchteten aus Gudensberg durchgeführt wird, die mittlerweile über die dafür notwendigen deutschen Sprachkompetenzen verfügt.“