Bäckerei Plücker – Traditionalisten mit dem Blick nach vorn

Christian Plücker (l.) und Malte Plücker (r.), beide Geschäftsführer des Backhauses Plücker, begrüßen Bürgermeister Frank Börner (2.v.l.) im Gudensberger Cafè, wo sich Marion Dungl und Danjela Barthel (2.v.r.) um die Kunden kümmern. Der Besuch fand bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie statt.Eine Weile habe es gebraucht, bis die Gudensberger den Abschied von den „Brede-Streuseln“ verkraftet hatten, scherzt Bürgermeister Frank Börner beim Besuch im Gudensberger Cafè der Bäckerei Plücker, der vor Ausbruch der Corona-Pandemie stattfand. Begrüßt wird er dort von den beiden Geschäftsführer Christian Plücker und Malte Plücker. Aber nun habe er den Eindruck, dass der Backshop gut angenommen würde und mit dem Cafè ein attraktiver Treffpunkt für die Region entstanden sei.

Die beiden Bäckerei-Chefs bestätigen, dass die Kundenzahlen seit der Übernahme im Dezember 2018 ordentlich gewachsen seien. Nach Insolvenz der Bäckerei Brede hatte Plücker für eine berufliche Zukunft von rund 50 Brede-Mitarbeiter/innen gesorgt und 7 Filialen des Gudensberger Backbetriebes übernommen. Auch die Rezeptur des Brede-Streusels habe man mit Hilfe eines weiterbeschäftigten Bäckergesellen einmal genau unter die Lupe genommen, erzählt Christian Plücker.

Eine weitere Neuerung war die Einführung des SB-Betriebes im Cafè. Eine Veränderung, die für viele Gudensberger Kunden gewöhnungsbedürftig gewesen sei, sagt der Bürgermeister. Dem komme man entgegen, in dem die Mitarbeiter/innen hilfsbedürftige Kunden gern unterstützen und auch mal einen Wunsch an den Tisch nachreichen würden, sagt Malte Plücker. Selbstverständlich biete das Backhaus einen Tisch-Service für Gruppen an. Dann werde der Frühstücks- oder Kaffeetisch eingedeckt und die Mitarbeiter seien am Tisch präsent. Das Backhaus-Cafè in Gudensberg habe man bei der Übernahme ausgebaut, für größere Gruppen gibt es einen Extra-Raum in der ehemaligen Konditorei. So könne man bis zu 100 Gäste bewirten.

Christian Plücker und Malte R. Plücker führen das Unternehmen in der 3. Generation. Stammsitz ist Waldeck-Alraft, wo einst mit dem Brotbacken als Nebengeschäft eines Mühlbetriebes begonnen wurde. Heute sind 320 Mitarbeiter/innen in der Bäckerei und den 45 Fachgeschäften beschäftigt. Die Filialen befinden sich in einem Umkreis von ca. 50 km, eine darüber hinaus gehende Expansion strebt das Unternehmen nicht an: „Die Entfernung ist auch ein Frischefaktor“, erläutert Christian Plücker. Nicht alle Produkte könnten in den Geschäften gebacken werden, daher bevorzuge man kürzere Lieferwege.

„Überhaupt gehört die Regionalität zu unserer Unternehmensphilosophie“, erklärt der Bäckermeister: „Wir verarbeiten Getreide aus Hessen. Unser Mehl lassen wir in einer Mühle im Vogelsberg mahlen.“ Verarbeitet werden die Rohstoffe der Natur ohne vorgefertigte Backmischungen und Konservierungsstoffe. Die Spezialität des Hauses: Das doppelt gebackene Alrafter Landbrot mit der dicken Kruste, ein Roggenmischbrot nach überlieferter Rezeptur.

„Back Dir Deine Zukunft“
Christian Plücker und Malte Plücker begannen ihre berufliche Karriere mit einer Ausbildung zum Bäcker, weitere Qualifizierungen schlossen sich an. Daher ist es den beiden Geschäftsführern wichtig, auch heute mit Ausbildungsangeboten zum erfolgreichen Berufsstart junger Menschen beizutragen. Wer Interesse an einer Ausbildung als Bäcker/in, Bäckerei-Fachverkäufer/in oder als Kaufmann/-frau für Büromanagement hat, kann sich jederzeit an das Unternehmen wenden. Mehr Infos gibt es unter www.baeckerei-pluecker.de.