Bürgerbüro: Sicher durch die Pandemie

Hanna Widmer, Maximilian Fröhlich und Auszubildende Katharina Wicke (v.l.) achten darauf, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Sie sind die Gesichter der Gudensberger Stadtverwaltung, denn die meisten Anliegen, mit denen die Bürger/innen ins Rathaus kommen, werden von den Mitarbeiter/innen des Bürgerbüros entgegen genommen. Die Corona-Pandemie hat auch dort seit rund einem Jahr die Verwaltungsroutine gehörig verändert: Um Ansteckungsgefahren in den normalerweise vielbesuchten Büros zu minimieren, wurden komplett neue Besuchsregeln eingeführt. Moderne IT-Verfahren helfen, direkte Kontakte zu vermeiden und trotzdem die notwendige Kommunikation zu ermöglichen.

Hanna Widmer, Katja Rink, Maximilian Fröhlich und Alexandra Klaus sind von Natur aus kommunikative und hilfsbereite Menschen. Gern stehen sie den Gudensberger Bürger/innen zur Verfügung, wenn es um Informationen rund um den kommunalen Service geht. Personalausweis- und Reisepassangelegenheiten, Gewerbeanmeldungen, Führungszeugnisse, Ummeldungen, Fischereischeine, Wahlunterlagen, NVV- und Kulturtickets: Die Liste der Dienstleistungen des Bürgerbüros ist deutlich länger, als diese Beispiele zeigen.

Strikte Hygieneregeln

Doch im März 2020 wurde alles anders: Durch die Hygieneregeln konnte der ansonsten stets offene Charakter des Rathauses nicht aufrecht erhalten bleiben. Wachsende Infektionszahlen und erste Erfahrungen, wie man Infektionen vermeiden kann, führten zu eingeschränkten Öffnungszeiten und einem stark reglementierten Verfahren bei Terminen im Rathaus. Die Bürger/innen wurden gebeten, ihre Angelegenheiten möglichst ohne persönlichen Besuch, sondern telefonisch oder per E-Mail zu klären. Eine Regelung, die bis heute gilt und beibehalten werden muss, bis die Pandemie weitestgehend eingedämmt ist.

„Auch uns ist es schwer gefallen, auf persönlichen Kontakte weitgehend zu verzichten“, erläutert Sabine Iffert, die Leiterin des Sachgebietes Bürgerservice. Dennoch, erklärt sie, habe man trotz Abschottung und Homeoffice die gewünschten Leistungen für die Bürger/innen ohne Qualitätsverlust erbringen können: „Zwei Dinge haben uns dabei geholfen: Erstens die Einsicht bei 98 % der Bürger/innen, dass wir uns in einer Ausnahmesituation befinden, und zweitens, dass wir über leistungsfähige IT-Anwendungen verfügen, die uns bei der Kommunikation mit den Bürger/innen helfen.“

Neuer Standesamtsbezirk ab März

Beide Dinge hätten dazu beigetragen, das „Schiff Stadtverwaltung“ bisher ruhig durch die Krise zu steuern. Nun steht eine weitere Änderung mit Auswirkungen für die Bürger/innen an: Ab dem 1. März 2021 tritt der neue Standesamtsbezirk Chattengau in Kraft. Für alle Personenstands-Angelegenheiten sind dann die Mitarbeiter/innen des Niedensteiner Rathauses zuständig. Zu diesen gehören: Geburts- und Sterbefälle einschließlich deren Beurkundungen, Trauungen sowie Angelegenheiten, die Staatsangehörigkeit und Namensänderungen betreffen. Das Einwohnermeldewesen, also Ummeldungen sowie Personalausweis- und Reisepassangelegenheiten, bleibt beim Bürgerbüro im Gudensberger Rathaus.