Bürgermeister vor Ort: Unternehmens- und Personalcoach Wilfried Höhmann berät bundesweit

Wo stehe ich, wo stehen die anderen? Stofffiguren helfen, über das betriebliche Geschehen zu reflektieren. Unternehmens- und Personalcoach Wilfried Höhmann und Bürgermeister Frank Börner. Systemisch Denken und Perpektiven wechseln – zwei wichtige Ansätze, um als Unternehmen wie als Führungskraft erfolgreich zu bleiben. Anhand dieser beiden Stichworte erläutert der in Gudensberg ansässige selbständige Unternehmens- und Führungskräftecoach Wilfried Höhmann Bürgermeister Frank Börner seine Strategie, die er während seiner langen Coaching-Praxis bei der Beratung von Unternehmen entwickelt und verfeinert hat. Auf dem elterlichen Hof in der Metzer Straße baute der Bankbetriebswirt und Diplom-Psychologe zwischen 2017 und 2019 ein ehemaliges Stallgebäude zu einer Coachingpraxis mit 120 qm Nutzfläche um, die heute für Gruppen- und Einzelcoachings genutzt wird.

„Bringen Sie bitte einmal ihre Fachbereichsleiter und sich selbst in eine Ordnung“, bittet Wilfried Höhmann seinen Gast, als beide vor sechs Textilfiguren, die ein wenig an Stoffzwerge erinnern, stehen. Aus dieser Aufgabe entwickelt sich eine angeregte Unterhaltung, welche Bedeutung die Position der einzelnen Figuren haben könnte. „Wie mag sich die Figur mit der größten Entfernung zum Chef fühlen?“, fragt Höhmann und löst damit beim Bürgermeister intensives Nachdenken aus.

Coach und „Cochees“
Das Einnehmen einer anderen, „nicht-eigenen“ Perspektive gehört heute zum Repertoire an Führungskompetenzen, nicht ausschließlich komme es auf fachliche Aspekte an, erläutert Höhmann. Als zertifizierter „systemischer Coach“ weiß er zudem, wie wenig auf Dauer die Fixierung auf ein isoliertes Problem weiterhelfe, wenn die involvierten Menschen in der gleichen Weise weiter agieren. Durch die Coachings soll der „Coachee“, also der Klient des Coachs, Ursachen und Zusammenhänge der betrieblichen bzw. beruflichen Problemlage erkennen und so in eine Position gelangen, selbst eine Lösung zu finden.
Höhmann, der vor seinem Psychologie-Studium selbst lange Jahre im Bankbereich in Führungspositionen tätig war, führt seine Coachings aber nicht nur in der häuslichen Praxis durch, sondern ist in vielen Fällen bei seinen „Coachees“ vor Ort.

Viele kommen aus dem Rhein-Main- und dem Ruhr-Gebiet, mit Hamburg verfügt der Coach zudem über ein zweites örtliches Standbein. Durch den Sitz der Praxis macht er aber deutlich, dass er sich in der Region Nordhessen verhaftet fühlt: „Einer der Vorteile ist der zentrale Standort. Von hier aus kann ich meine Klienten prima ansteuern.“ Nachvollziehbar, dass Höhmann zahlreiche Banken zu seinen Klienten zählt – aber auch Unternehmen des Mittelstandes sowie Stiftungen sowie Stiftungen und Privatpersonen greifen auf die Coaching-Kompetenzen des gebürtigen Gudensbergers zurück.