Die Biotonne kommt – Verteilung im Chattengau beginnt Mitte Juni

Die Biotonne kommt! Foto: AbfallzweckverbandZum 1. Juli 2021 wird im Schwalm-Eder-Kreis die haushaltsnahe Erfassung biogener Haushaltsabfälle eingeführt. Das teilte jetzt der Zweckverband Abfallwirtschaft des Kreises mit. Für jede Wohneinheit stellt der Zweckverband eine 120-l-Tonne zur Verfügung und kommt somit der bundesgesetzlichen Verpflichtung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz nach. Durch die Getrennterfassung wird verhindert, dass bei der Verbrennung des Bioabfalls mit dem übrigen Restmüll das energetische Potenzial dieser Müllfraktion verloren geht. Die Bio-Tonne wird in Niedenstein und Gudensberg in der 24. Kalenderwoche und in Edermünde in der 27. Kalenderwoche an die Haushalte verteilt.

Aus Bioabfall wird Kompost

„Im Schwalm-Eder-Kreis befinden sich im Restmüll knapp 50% biogene Abfälle, was insgesamt einer Menge von knapp 20.000 Tonnen pro Jahr entspricht“, informiert Markus Diehl, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Ein Großteil dieser Abfälle soll nun getrennt erfasst und einer hochwertigen Verwertung in Form einer Vergärung mit anschließender Kompostierung zugeführt werden. „Die Biotonne ist flächendeckend verpflichtend, um eine möglichst große Menge Bioabfälle zu erfassen. Hierdurch gewährleisten wir eine hohe Ausbeute an Biogas in der Vergärung und auch in der Kompostierung,“ so Diehl weiter. Da die Biotonne alle zwei Wochen geleert wird und sich die Restmüllmenge entsprechend reduziert, wird der Abfuhrrhythmus bei den Restmülltonnen auf 3 Wochen verlängert.

So sammelt man richtig. Foto: AbfallzweckverbandTonne wird ab der 24. Woche verteilt

Ein weiterer Aspekt sind die Gebühren: „Es war unser Ziel, die seit 01.01.2007 stabilen Abfallgebühren mit Einführung der Biotonne auch weiterhin stabil zu halten. Unter anderem dank guter Ausschreibungsergebnisse haben wir dieses Ziel erreicht“, betont Landrat Winfried Becker, Vorsitzender des Zweckverbandes. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Durchführung von
Informationsveranstaltungen leider nicht möglich. Deshalb wurde zur Einführung der Biotonne eine Hotline geschaltet und umfangreiches Informationsmaterial erstellt, das in den Rathäusern und Gemeindeverwaltung ausliegt und auch auf der Homepage des Verbandes unter www.zva-sek.de zur Verfügung steht. Die Hotline ist unter der Tel.: 05683/4429900 erreichbar.

Weitere Infos

Sollte diese einmal nicht erreichbar sein, können die Bürger/-innen ihre Fragen auch per E-Mail an Biotonne.SEK@rmg-gmbh.de stellen. Die Kontaktdaten sowie die wichtigsten Fragen und Antworten einschließlich der Verteilpläne für alle Kommunen sind auf der Seite www.zva-sek.de ebenso aufgelistet wie mehrere Informationsbroschüren. Ab Ende Juni findet sich hier auch der Antrag auf Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang der Biotonne. Diehl appelliert abschließend an die Bürger/-innen: „Testen Sie die Biotonne doch einfach eine Zeit lang. Auswirkungen auf die Gebührenhöhe sind ja nicht gegeben!“

Grafik: Abfallzweckverband