Erste Schritte zum G1: Machbarkeitsstudie für das neue Kommunikations- und Begegnungszentrum

Benjamin Reibold und Moritz Röhlen vom Büro Ladleif Architekten (2.u.4.v.l.) begutachten mit Dr. Eberhardt Kettlitz und Fabian Schleuning von der Stadtverwaltung die Dachfläche“Im ehemaligen Coop-Supermarkt und späteren Teeladen im Grabenweg in der Kernstadt wird das neue multifunktionale Gudensberger Kommunikations- und Begegnungszentrum entstehen. Es wird die Heimat für mehrere Vereine, die Integrationsarbeit und für ganz viel Musik.

Um die unterschiedlichen Interessen der Nutzergruppen unterzubringen, erstellt jetzt das Architekturbüro Ladleif Architekten GmbH aus Kassel eine Machbarkeitsstudie. Die Fachplaner sollen vier grundlegende Themen bearbeiten: Raumkonzept, Zeitschiene, Umbaukosten und nachhaltiges Bauen. Im Vorfeld hatten alle Nutzergruppen ihren Bedarf und besondere technische Ausstattungsanforderungen gemeldet. Dieser Bedarf bildet die Grundlage aller Überlegungen. Das Besondere wird ein flexibles Raumkonzept sein, um das Gebäude möglichst effizient auszulasten. So soll ein Büro am Vormittag von einem Verein und am Nachmittag von einem anderen benutzt werden können. Verschiebbare und faltbare Wände lassen größere und kleinere Räume entstehen. Das Herzstück bildet ein großer Raum, in denen sich alle treffen und neue Ideen entwickeln können.

Selbstverständlich stehen die Aspekte des nachhaltigen Bauens von Beginn an im Fokus. Das Gebäude benötigt eine moderne Heizung und eine vollständige Dämmung. Außerdem werden eine Dachbegrünung und die Installation von Photovoltaikanlagen geprüft. So soll ein energetisch effizientes und im Unterhalt kostengünstiges Bauwerk entstehen. Durch die Weiternutzung der bestehenden Gebäudehülle wird außerdem viel Energie und Baumaterial im Vergleich zu einem Neubau eingespart.

Der Umbau wird im Programm „Soziale Integration im Quartier“ und im Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ gefördert. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Oktober erwartet. Mit ihnen kann dann die europaweite Ausschreibung der architektonischen Planung erfolgen.

„Nur mittels Hubwagen war das Flachdach des G1 zu erreichen.“