Innovative Klärtechnik: Stadt Wolfhagen interessiert sich für Verbandskläranlage

Besuch beim Abwasserverband (v.l.): Reinhard Schaake (Bürgermeister Wolfhagen), Timo Kuhrau (Wolfhagen), Klaus Wenzel (Wolfhagen), Martin Schüler (Wolfhagen), Mike Maurer (Betriebsleiter Kläranlage Abwasserverband Mittleres Emstal), Lars Eskuche (Wolfhagen), Frank Börner (Verbandsvorsteher Abwasserverband Mittleres Emstal). Seit 2006 nimmt die Klärschlammvererdungsanlage des Abwasserverbandes Mittleres Emstal in Gudensberg-Maden den Nassschlamm der Kläranlage in vier Schilfbeeten auf. In den Beeten wird er entwässert, vererdet und kann anschließend als hochwertiger Dünger oder als Brennstoff verwertet werden. Dieses innovative Verfahren hat bereits für Interesse bei den Entscheidern aus der ukrainischen Partnerstadt Schtschyrez gesorgt. Jetzt waren Vertreter der Stadt Wolfhagen zu Gast, um sich Kläranlage und Klärschlammvererdung anzusehen.

Die Kläranlage der Stadt Wolfhagen muss grundhaft erneuert werden. Da die Verbandskläranlage in Maden auf dem neusten Stand der Technik ist und über einige „Best Practice“-Beispiele verfügt, waren Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake und Mitarbeiter des städtischen Bauamtes im Juli auf dem Gelände in Begleitung von Verbandsvorsteher Frank Börner und Kläranlagen-Betriebsleiter Mike Maurer zu einer eingehenden Besichtigung unterwegs.

Erfahrungsaustausch an der Vererdungsanlage des Abwasserverbandes. Während Maurer die technischen Abläufe und das mit einem Ingenieurbüro entwickelte Vererdungsverfahren erläuterte, erklärte Börner die Verbandsstrategie, durch vorausschauendes Planen Sanierungsbedarfe zeitnah zu erkennen und abzustellen. Dieses Vorgehen sichere dem Verband bisher positive Jahresergebnisse und günstige Abwassergebühren.