Kritik aufgegriffen: Biotop bleibt erhalten

(GuSued1a) BU: Das Biotop am Regenrückhaltebecken gehört nicht mehr zum Bebauungsplan.Umplanung für das Baugebiet Gudensberg Süd

Gudensberg. Das Gelände des naturnahen Regenrückhaltebeckens in der Flur auf dem Lerchsfeld zwischen Gudensberg und Maden ist im Laufe der Jahre zu einem Biotop geworden. Zwar nicht im rechtlichen Sinne, aber in den Augen vieler Gudensberger Bürgerinnen und Bürger. Das war der einhellige Tenor der Internet-Informationsveranstaltung am 08.06.2020 zum geplanten Baugebiet Gudensberg Süd. Die geplante Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens würde das Biotop stark beeinträchtigen, war die geäußerte Befürchtung.

Bürgermeister Frank Börner griff diese Bedenken auf. Er beauftragte die Bauverwaltung und die beteiligten Planungsbüros zur Überprüfung der projektierten Regenwasserführung. Es wurde tatsächlich ein geeigneter Standort für ein gänzlich neues Regenrückhaltbecken weiter südlich gefunden.

Der neuen Planung stimmte die Stadtverordnetenversammlung am 25.06.2020 zu. Der Bereich des bestehenden naturnahen Regenrückhaltebeckens wurde aus dem Geltungsbereich des Bebauungsplans herausgenommen. Zusätzlich entfallen die südwestlich angrenzende Straße und ein Teil der Baufläche. Damit bleibt das ökologische Kleinod völlig unangetastet und kann sich sogar noch weiter ausdehnen.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 84 reduziert sich dadurch auf eine bebaubare Fläche von 7,5 Hektar. In einem ersten Erschließungsabschnitt sollen dort 30 Bauplätze, insbesondere für Interessenten aus Gudensberg, freigegeben werden.

Demnächst wird die Bekanntmachung der Öffentlichkeitsbeteiligung am Bebauungsplan Nr. 84 „Auf dem Lerchsfeld“ erfolgen. Kreative Anregungen sind weiterhin gefragt, um Gudensberg auch in Zukunft gemeinsam ökologisch verträglich und nachhaltig zu gestalten.

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