Kulturelle Leckerbissen in den Kellern der Altstadt

Die Stadtkirche in rot getaucht: Der "Bestaussehendste Chor Leipzigs" besang die Liebe.  Fotos: Elisa MandZugegeben, es sind nicht nur Keller, in denen die wunderbar stimmungsvollen Veranstaltungen im Rahmen der Gudensberger Kellerkonzerte stattfinden. Auch die evangelische Stadtkirche und das Kulturhaus Synagoge dienen als Spielstätten. Schon länger haben sich die Kellerkonzerte eine eigene Fangemeinde erarbeitet und der Termin wird oft gleich für das nächste Jahr im Kalender eingetragen. Mit den Kellerkonzerten und der am nächsten Tag folgenden Tour de Chattengau bietet Gudensberg ein kulturelles und zugleich sportliches Wochenende an. Immer am 2. Samstag im September laden die Kellerbesitzer in ihre Gewölbe, am 2. Sonntag gibt es im Chattengau auf gut 30 km Radstrecke einiges zu entdecken.

In diesem Jahr amüsierten sich die Gäste im Kulturhaus Synagoge über das Romy Hildebrandt „Quartett“ und seiner „Damenwahl“. Tatsächlich schlüpfte Romy Hildebrandt in vier ganz unterschiedliche Rollen und brachte das Publikum zum Lachen. Im Löwensteinkeller präsentierten Max Alter und Stefan Metz als MetzoMax humorvoll und mit viel Schwung ihr musikalisches Kabarettprogramm „Wahnsinn und Welterklärung“ und ernteten tosenden Applaus.

Palmyra Klinnert und Vadim Krischtopow verzauberten im Keller Giese das Publikum mit vertonten Texten von Mascha Kaléko. Gefühlvoll, melancholisch, aber auch mit viel Leiden-schaft brachten sie dem Publikum die Texte der bekannten Lyrikerin näher und wussten auch sonst viel aus dem Leben von Mascha Kaléko zu berichten. „Ist das eine wunderbare Veranstaltung“, freute sich Palmyra Klinnert. „Im nächsten Jahr bin ich als Gast dabei, versprochen!“ In der evangelischen Stadtkirche wurden die Gäste a cappella vom „Bestaussehendsten Chor Leipzigs“ unterhalten. 16 junge Leute des Chores waren dazu eigens aus der Sachsenmetropole angereist und zeigten mit Schwung und Lebensfreude, wieviel Spaß Singen bereitet.

Neben den kulturellen Schmeckewöhlerchen wurde auch kulinarisch einiges geboten. An drei von vier Veranstaltungsorten gab es Getränke und kleine Leckereien. Zusätzlich hatte Wolfgang Mand seine Alte Pfarre mit Musik, Speisen und Getränken geöffnet. In diesem Jahr wurden die Gäste in seinem wunderschönen Gewölbekeller bewirtet, da das Wetter so einige Kapriolen schlug und der Garten nicht in Frage kam. Leider löschte der Regen auch die vielen aufgestellten Kerzen aus und das Ehrenamtsteam hatte alle Hände voll zu tun, die Kerzen immer wieder zum Brennen zu bringen. Jedoch tat das schlechte Wetter der guten Stimmung keinen Abbruch und so gingen die Gäste nach den Veranstaltungen auch in diesem Jahr glücklich und mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause. „Nass war´s diesmal, aber schön war´s wieder“, sagte ein Gast beim Nachhause gehen.

„Ich freue mich schon auf das kommende Jahr“, sagte auch Marco Kunz, der zum ersten Mal als Gastgeber im Löwensteinkeller mit von der Partie war. „Die Stadt Gudensberg bedankt sich bei allen, die diese wunderbare Kulturveranstaltung möglich machen. Das ist nicht zuletzt die Kulturstiftung der Sparkassen Hessen-Thüringen, die Kreissparkasse Schwalm-Eder, die vielen engagierten Kellerbesitzer, Anwohner der Altstadt sowie die immer freundlichen und ambitionierten ehrenamtlichen Helfer“, erzählt Elke Michel-Elbe von der Stadtverwaltung. „Wir alle dürfen uns schon jetzt auf Samstag, den 8. September 2018 freuen, wenn es wieder heißt, ‚Kellerkonzerte in der Altstadt‘!“

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