Mehr Verständnis für Landwirtschaft schaffen – Regionaler Bauernverband tagt in Gudensberg

RBV-Vorsitzender Norbert Klapp (l.) mit den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern und stellvertretenden Vorstandsmitgliedern im Gudensberger Bürgerhaus (v.l.): Thomas Scherb, Christoph Findling, Bernhard Reiß, Sigrid Krug, Ulrich Brede, Daniel Rüddenklau, Jörg Kramm und Christian Rößler. Foto: Cornelius Mohr.Der Regionalbauernverband Kurhessen führte im September seine Mitgliederversammlung im Gudensberger Bürgerhaus durch. Im Mittelpunkt der unter Corona-Bedingungen abgehaltenen Veranstaltung mit rund 50 Anwesenden standen berufsständische Themen wie auch die schwierige Situation der Landwirtschaft in der Region. Auch ihren Verbandsvorstand wählten die Landwirte neu.

In seinem Grußwort hatte Bürgermeister Frank Börner die konstruktiven Gespräche zwischen Stadt und Landwirtschaft hervorgehoben. Aufgrund ihrer Lage und der guten Infrastruktur sei Gudensberg attraktiv für die Ansiedlung von Unternehmen. Bei der Ausweitung von Gewerbeflächen gelte es, die Interessen der Gewerbetreibenden mit den Belangen der Landwirtschaft abzuwägen, denn Gudensberg solle auch in Zukunft eine Stadt sein, in der sich Wirtschaft und Landwirtschaft gleichermaßen erfolgreich weiterentwickeln können, sagte Börner.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft setze sich leider fort, betonte Vorsitzender Norbert Klapp in seinem mit vielen Fotos und Grafiken illustrierten Bericht zum landwirtschaftlichen Geschäftsjahr. Strukturwandel bedeute, dass bei der Tierhaltung – mit Ausnahme der Haltung von Legehennen – wiederum ein Rückgang zu verzeichnen sei. Erschwernis für die Landwirte bedeute auch die aufwändige Dokumentation z.B. beim Düngerecht.

Der Kommunikation zwischen Landwirten und den unterschiedlichen Zielgruppen maß Verbandschef Klapp besondere Bedeutung zu, da man Verständnis für eine gut funktionierende Landwirtschaft schaffen müsse. Die Verwandlung von rund 100 Hektar Blühflächen durch 40 teilnehmende Landwirte im Rahmen des Programms „Bienenfreundliches Hessen“ sei ein gutes Beispiel gewesen. Mut machen ihm auch die gestiegenen Ausbildungszahlen und die Solidarität unter den Berufskollegen beim gegenseitigen Aushelfen bei der Ernte.