Sicherheitspaket für Gudensberg: Start mit Verkehrsaktionstag

Das Team des Verkehrsaktionstags im Gudensberger Holzweg (v.l.): Thore Bubenhagen, stellvertretender Leiter des OBB Habichtswald, Lars Moheim, OBB Habichtswald, Maximilian Fröhlich und Alexandra Klaus vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung. Um die Sicherheit in Gudensberg, auch die Verkehrssicherheit, zu stärken, haben die Stadt, der Ordnungsbehördenbezirk Habichtswald (OBB), dem Gudensberg angehört, sowie die zuständige Polizeidienststelle in Fritzlar weitergehende, sofort wirksame Maßnahmen verabredet. So sollen mehr Kontrollen stattfinden und die Präsenz der Sicherheitskräfte erhöht werden. Vor der Grundschule und den Kitas fanden jetzt als Auftakt im Rahmen eines Verkehrsaktionstages Kontrollen des ruhenden und fließenden Verkehrs statt.

Durch das Quartier Holzweg/Grabenweg fließt insbesondere zu den Stoßzeiten viel Verkehr. Zahlreiche private PKWs sind am Morgen vor Beginn des Schul- und Kitabetriebes unterwegs, aber auch Bus- und Fußgängerverkehr bewegt sich durch die schmalen Straßen.

Durch den Schichtbetrieb in der Schule war das Verkehrsaufkommen am Morgen der Kontrollen eher unterdurchschnittlich, doch galt das Interesse der Mitarbeiter/innen von Stadtverwaltung und OBB auch der Sicherheit in den Fahrzeugen: Durch Blicke in die vorbeirollenden oder am Fahrbahnrand abgestellten PKWs stellten sie fest, ob die Kinder im Kindersitz Platz genommen hatten und alle Passagiere angeschnallt waren. Auf ihrer Tour achtete das unter der Leitung von Thore Bubenhagen vom OBB stehende Team auf Parkpositionen und -berechtigungen in der Altstadt. In den engen Altstadtgassen müssen Rettungs- und Bauhoffahrzeuge jederzeit an ihr Ziel gelangen können.

Maximilian Fröhlich (l.) und Thore Bubenhagen bei den Kontrollen. Die Kontrollen zur Verkehrssicherheit sind nur eine Maßnahme eines umfassenden Paketes, das zwischen den Sicherheitsbehörden vereinbart wurde:

• Die Stadt Gudensberg weitet die Streifendienstzeiten des von ihr beauftragten Wachdienstes aus. Die vereinbarten Zeiten des Objektschutzes werden beibehalten.

• Die Streifendienste der Mitarbeiter/innen des Freiwilligen Polizeidienstes wurden wieder aufgenommen, nachdem sie wegen der Corona-Pandemie im März eingestellt werden mussten.

• Die Kontrollen/Streifendienste durch Mitarbeiter des OBB werden intensiviert und finden mindestens an 4 Nachmittagen statt. Im Mittelpunkt stehen abgemeldete Fahrzeuge, Durchfahrten bzw. Parken in der Fußgängerzone sowie Parkscheibenkontrollen. Bei den abgemeldeten Fahrzeugen unterstützt die Stadt Gudensberg den OBB.

• Stadt und OBB prüfen, ob die Kommunikation zwischen dem OBB, der Stadt Gudensberg und den Bürgern durch ein geeignetes Kommunikationstool (Rückmeldemanagement) verbessert werden kann.

• Mitarbeiter des OBB bieten eine wöchentliche Bürgersprechstunde im Rathaus der Stadt Gudensberg an, an der die Polizei einmal pro Monat teilnimmt.

• Im Rahmen des Kompass-Projektes sollen die Ergebnisse einer umfangreichen Bürgerbefragung zum Sicherheitsempfinden vorgestellt werden.