Volkstrauertag am 15. November – Keine öffentlichen Gedenkstunden im Chattengau

Kriegsgräber auf dem Friedhof Gudensberg.Am Volkstrauertag wird jährlich der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. In diesem Jahr verzichten die drei Chattengau-Kommunen Edermünde, Niedenstein und Gudensberg auf öffentliche Gedenkstunden. Die Bürgermeister bitten die Bürger/innen darum, den Tag nicht zu vergessen und der Opfer von Gewaltherrschaft, Kriegen und Terror im Stillen zu gedenken.


In einer gemeinsamen Erklärung der Bürgermeister heißt es:

„Die Corona-Pandemie zwingt uns, Kontakte so gut es geht zu reduzieren, um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Daher verzichten wir in diesem Jahr darauf, zu öffentlichen Gedenkstunden anlässlich des Volkstrauertages am 15. November 2020 einzuladen. Unter normalen Bedingungen hätten wieder zahlreiche Gedenkstunden in den Chattengau-Gemeinden und ihren Ortsteilen stattgefunden, die an das Schicksal von Millionen Kriegsopfer sowie an die Opfer von Gewaltverbrechen erinnern. Ein verantwortlicher Umgang mit der Gesundheit unserer Bürger/innen gebietet es uns aber, gegenwärtig weitestgehend auf öffentliche Veranstaltungen zu verzichten.

Dennoch halten wir es für wichtig, an einem Tag wie dem Volkstrauertag innezuhalten und darüber nachzudenken, wie wir unseren Frieden erhalten und sicherer machen können. Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Beispiellos die Zahl seiner Opfer und seiner Zerstörungen, beispiellos aber auch der Beginn einer Friedenphase in Europa, die bis heute andauert.

Beide Ereignisse ermahnen uns, alles für die Erhaltung des Friedens zu tun, im Großen wie im Kleinen, im privaten wie im öffentlichen Leben. Den Frieden sicherer zu machen, heißt für uns, sich für Demokratie und Freiheit, für Pluralismus und gewaltfreie Konfliktregelung, für Toleranz und Solidarität stark zu machen und nicht wegzuschauen, wenn diese Werte bedroht sind. Dies sollten wir uns an einem Tag wie diesem vergegenwärtigen. Wir möchten alle Mitbürgerinnen und Mitbürger bitten, im Stillen der Opfer von Gewaltherrschaft, Kriegen und Terror zu gedenken.

Als äußeres Zeichen des Gedenkens wird, allerdings ohne Gäste, ein Kranz an den Ehrenmalen/Gedenktafeln niedergelegt. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr unsere traditionsreichen Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag wie gewohnt durchführen können.

Thomas Petrich, Bürgermeister Edermünde

Frank Börner, Bürgermeister Gudensberg

Frank Grunewald, Bürgermeister Niedenstein“