Wachsender Betreuungsbedarf: In der Fritzlarer Straße entsteht eine provisorische Kita

Aus 19 Containern entsteht die provisorische Kita am Kommunikationszentrum F26 in der Fritzlarer Straße. Um den wachsenden Bedarf an Plätzen für die vorschulische Betreuung zu decken, plant die Stadt Gudensberg den Neubau einer Kindertagesstätte (Kita) im Stadtteil Maden. Jedoch wächst der Bedarf schneller, als geplant und gebaut werden kann. Aus diesem Grund errichtet die Stadt derzeit eine provisorische Kita mit 50 Betreuungsplätzen auf dem Gelände des Kommunikationszentrums F26 in der Fritzlarer Straße. Bereits im August sollen dort Kinder betreut werden.


Die bestehenden Kitas Sonnenstrahl im Grabenweg, Regenbogen in der Großen Binde sowie die Einrichtungen im Familienzentrum (ebenfalls Grabenweg) und im Kastanienweg haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Eine neue Kita kann wegen des Planungs- und Bauvorlaufes erst in rund zwei Jahren fertiggestellt sein. Daher musste wegen der anhaltend hohen Kinderzahlen eine schnell realisierbare Übergangslösung gefunden werden, erläutert Bürgermeister Frank Börner. Der Magistrat habe daher beschlossen, auf der Freifläche des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums und jetzigen Kommunikationszentrums F26 ein Containerensemble aufzustellen.

Carmen Linsing, Leiterin der städtischen Kindertageseinrichtungen, besichtigt mit Verwaltungsmitarbeiterin Claudia Linke, Fachbereichsleiter Sascha Ryffel und Projektverantwortlichem Klaus Arlt (v.l.) die Räume, die gerade eingerichtet werden. Dieses könne, erklärt der Rathaus-Chef, alle Bedarfe einer Kita erfüllen. Durch insgesamt 19 Containerelemente, die miteinander verbunden ein großes Gebäude mit rund 400 qm Nutzfläche bilden, können ein großer Bewegungsraum, 2 Gruppenräume, Sanitäranlagen, Flur, Küche, Büro und Abstellraum bereitgestellt werden. Alles, was zum Betrieb einer Kita mit 50 Betreuungsplätzen in 2 Gruppen für Kinder im Alter von 1 – 5 Jahren nötig sei. In der Einrichtung können ganztägige Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr angeboten werden. Die Kosten für die 2-jährige Containerlösung werden sich auf etwa 180.000 € belaufen. Geprüft wurde auch ein Umbau an das ehemalige evangelische Gemeindezentrum und jetzige Kommunikationszentrum F26. Diese Pläne wurden allerdings wegen der gegenüber der Containerlösung deutlich höheren Kosten verworfen.

Blick in das Innere eines Containers.Derzeit arbeiten Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die beauftragten Firmen mit Hochdruck an der Einrichtung der provisorischen Kita, damit bereits Ende der Sommerferien im August die Betreuung der Kinder in der „Kita F26“ starten kann.