schulprojekt

Graffiti-Aktion auf der Kläranlage


Ein wichtiges Thema, doch manches muss erst übersetzt und erklärt werden, bis man es verstehen kann: Eine nachhaltige Entwicklung unserer Erde wird durch insgesamt 17 sog. „Sustainable Development Goals“ (SDGs) gewährleistet. Das heißt auf deutsch „Nachhaltige Entwicklungsziele“. Eines davon mit der Nummer 6 ist „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“. Im Unterricht erfuhren die Schüler:innen, dass in vielen Ländern nicht genug sauberes Wasser zur Verfügung steht und es an Sanitäreinrichtungen fehlt. Auch bei uns muss für die Wasserversorgung viel getan werden. Der Betrieb von Kläranlagen wie die, die auf dem Gelände des Abwasserverbandes Mittleres Emstal zwischen Maden und Gudensberg steht, liefert dazu einen wichtigen Beitrag. Darauf wollten die Schüler:innen mit einer Kunstaktion aufmerksam machen.

Für ihre Graffitis hatte sich die Klasse einen Eindicker ausgesucht, natürlich in Absprache mit dem Kläranlagenbetreiber, der bereits auch für die farbliche Grundierung gesorgt hatte. „Ein Eindicker ist ein turmartiger Behälter, in dem sich der Klärschlamm absetzt, bevor er zur Trocknung in das benachbarte Vererdungsbecken geleitet wird. Auf der Kläranlage des Abwasserverbandes gibt es drei Eindicker, die hintereinander geschaltet sind und so zur Reinigung des Abwassers beitragen“, erklärte Thormann. Wenn am Ende das Wasser aus der Kläranlage in die Ems fließt, könne von Abwasser nicht mehr die Rede sein, denn dann habe das Wasser fast Trinkwasserqualität.

Zur Vorbereitung der Aktion entwickelten die Schüler:innen eigene Motive: Von einer Weltkugel, die beregnet wird über verschiedene, symbolisch dargestellte Wassertropfen. Ebenso wurden Rohrleitungen, Wasserhähne, Flussläufe im Klärungsverlauf oder beregnete Erdkugeln entwickelt. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen – am kommenden Mittwoch werden Schriftzug und Gestaltung fortgesetzt.