Gudensberg 2030
Arbeiten am Gefangenenturm und zur Obernburg begonnen
Aktuell wird die Stützmauer zur Hangsicherung der Schlossstraße am Gefangenenturm durch die Firma Sippel Bau aus Melsungen erneuert. Diese Maßnahme erfolgt vorab außerhalb des eigentlichen ISEK-Projekts (Integriertes Stadtentwicklungskonzeptes). Im Anschluss folgen die eigentlichen Arbeiten am Gefangenenturm sowie an der Zuwegung zur Obernburg: Geplant sind der Bau eines sogenannten „Quartiersbalkons“ mit Aufenthaltsflächen sowie eine Außentreppe, die den Turm künftig wieder als Aussichtspunkt zugänglich macht. Parallel beginnt die Fröde Bauunternehmung aus Homberg mit der Befestigung und Aufwertung des Zugangswegs zur Obernburg.
Mit dem Projekt soll dem Wunsch nach öffentlichen Begegnungsorten in der Altstadt nachgekommen werden. Rund um den historischen Gefangenenturm entsteht ein neuer, frei zugänglicher Aufenthaltsbereich für alle Generationen. Auch die ehemalige Gefängniszelle wird im Zuge der Arbeiten restauriert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Wegeführung zur Obernburg: Der bislang sehr steile Weg wird sicherer und komfortabler gestaltet – unter anderem durch rutschfeste Oberflächen, einen durchgehenden Handlauf, Sitzmöglichkeiten und Beleuchtung. Auch wenn eine vollständige Barrierefreiheit aufgrund der Topografie nicht möglich ist, wird die Nutzung deutlich erleichtert. Ein Klettersteig für Kinder und Jugendliche wurde im vergangenen Jahr auf der gegenüberliegenden Seite bereits umgesetzt.
Geplant wurde das Projekt durch das Landschaftsarchitekturbüro LOMA aus Kassel unter Beteiligung des Vereins der Obernburgfreunde. Die Fertigstellung ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Für das Gesamtprojekt sind rund 1 Mio. Euro eingeplant. Die Maßnahme wird im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ zu zwei Dritteln gefördert. Im Zuge der Bauarbeiten wird zudem ein Abschnitt der Trinkwasserleitung im oberen Bereich der Schlossstraße erneuert.
