Terrano Hallenbad

Sanierung des Gudensberger Hallenbades: Start in neue Projektphase


Umso größer ist die Bedeutung der laufenden Sanierung. Denn das Ziel bleibt klar: Gudensberg soll ein modernes, sicheres und zukunftsfähiges Hallenbad erhalten, das den Bedürfnissen aller Generationen gerecht wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt Gudensberg eine wichtige und konsequente Entscheidung getroffen: Die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Generalplaner wurde beendet. Hintergrund waren anhaltende Schwierigkeiten in zentralen Bereichen wie Planung, Baukoordination und Terminsteuerung, die den Projektverlauf zunehmend belasteten. Gleichzeitig wurden im Zuge der Bauarbeiten konkrete Baumängel sichtbar, wie etwa der zu hoch eingebrachte Estrich in der Schwimmhalle. Die Ursachen der festgestellten Mängel werden derzeit durch externe Sachverständige umfassend geprüft. Parallel dazu werden mögliche rechtliche, finanzielle und technische Schritte bewertet.

Über längere Zeit hatte die Stadt versucht, gemeinsam mit dem bisherigen Planer Lösungen zu finden, Abläufe zu stabilisieren und das Projekt erfolgreich voranzubringen. Trotz intensiver Gespräche und wiederholter Abstimmungen konnte jedoch keine ausreichende Verbesserung erzielt werden. Die Entscheidung zur Trennung wurde deshalb einstimmig von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem eines: Gudensberg übernimmt Verantwortung, wenn Qualität und Verlässlichkeit nicht im notwendigen Maß gesichert sind.


Wie geht es weiter?

Nach der Trennung vom bisherigen Generalplaner wurde unmittelbar der Weg für einen strukturierten Neustart frei gemacht. Nun begleitet ein örtlicher Fachplaner die weitere Entwicklung des Projekts. Im nächsten Schritt erfolgt eine vollständige Bestandsaufnahme aller bisherigen Bauleistungen. Auf dieser Grundlage werden Zeitpläne, Kosten und technische Abläufe umfassend neu bewertet und belastbar aufgebaut.

Auch wenn dieser Prozess mehrere Monate in Anspruch nehmen wird, verfolgt die Stadt damit ein klares Ziel: Keine schnellen Kompromisse, sondern ein Hallenbad, das langfristig funktioniert, technisch einwandfrei ist und den Menschen in Gudensberg dauerhaft zugutekommt.

Bürgermeisterin Sina Massow erklärt:

„Mit der Neuaufstellung schaffen wir die Grundlage, um das Hallenbad verlässlich und in hoher Qualität fertigzustellen. Unser Ziel ist ein sicheres, modernes Bad für die Bürgerinnen und Bürger von Gudensberg.“

 

Chronologie der Hallenbadsanierung

2017: Schließung des Bades wegen schadhaftem Dach (Grund: fehlerhaft durchgeführte energetische Sanierung in 2008)

2017 – 2020: Rechtstreit wegen Klärung der Haftungsfrage für Schaden am Dach (Sanierungsarbeiten durften noch nicht beginnen)

03/2022: Start der Sanierungsarbeiten

10/2022: Feuchtigkeitsschäden in Duschen festgestellt, die zu Verzögerungen im Bauablauf führten

03/2023: Richtfest

08/2025: Baumängel festgestellt (u. a. zu hoch eingebrachter Estrich in Schwimmhalle)

03/2026: Prüfung der Baumängel durch externe Sachverständige

04/2026: Trennung vom bisherigen Planer, Neustart der Projektorganisation und Neuaufstellung der Planung

 

Das sagen die Fraktionen:

SPD-Fraktion: 

Dem Generalplaner die Kündigung auszusprechen ist der richtige Schritt. Die SPD-Fraktion hätte diesen bereits im vergangenen Jahr vollzogen um die Planung schnell an jemand anderes zu übergeben. So hätte sichergestellt werden können, dass die Sanierung schnell fortschreitet und auch die Bauschäden schnellstmöglich behoben werden können. Ziel ist es nach wie vor, das Hallenbad so schnell wie möglich wiederzueröffnen. Dass die Stadtverordneten der letzten Legislatur noch diese Entscheidung getroffen haben, war für eine schnelle Lösung unabdingbar und vollkommen richtig. Die Verwaltung mit der Bürgermeisterin Sina Massow an der Spitze hat dabei unsere maximal mögliche Rückendeckung.“

Bündnis 90/Die Grünen: 

„Gudensberg braucht endlich wieder ein Schwimmbad. Für Kinder, Schulen, Vereine und die gesamte Bevölkerung ist das kein Luxus, sondern Daseinsfürsorge. B90/Die Grünen begrüßen deshalb die Entscheidung der alten Stadtverordnetenversammlung, die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Generalplaner zu beenden. Nachdem das Ausmaß der vorhandenen Mängel klar wurde, hat die Stadt professionell und vorausschauend alle notwendigen Schritte eingeleitet. Wir bedauern die Verzögerung sehr - aber sind nun wieder zuversichtlich, mit pragmatischen Lösungen und Augenmaß die Sanierung des Hallenbads fortführen zu können.“

FWG-Fraktion: 

„Die Entwicklung bei der Sanierung unseres Hallenbades ist enttäuschend. Mit einem Generalplaner – einem zentralen Planungsbüro zur Koordination aller Fachbereiche – sollten Mängel vermieden werden. Dass dennoch erhebliche Probleme aufgetreten sind, muss aufgeklärt werden. Für die FWG gilt: Verantwortliche benennen und, wo nötig, in Regress nehmen. Gleichzeitig muss die Sanierung mit einem neuen Planungsteam zügig abgeschlossen werden, damit Gudensberg sein Hallenbad zurückerhält. Wir fordern lückenlose Transparenz über den aktuellen Sachstand sowie eine klare Priorisierung dieses zentralen Projekts. Ziel bleibt die Wiedereröffnung, die sich nach unserer Einschätzung nun erneut verzögert...“

CDU-Fraktion: 

Die CDU Gudensberg setzt sich weiterhin dafür ein, dass das Hallenbad schnellstmöglich geöffnet werden kann. Um dies sicherstellen zu können, braucht es einen Neuanfang bei der Projektumsetzung. Die Gründe, warum und wie es zu den erheblichen Mängeln bei der Hallenbadbaustelle gekommen ist, müssen lückenlos aufgedeckt und kommuniziert werden. Die Gudensberger haben ein Recht darauf, volle Transparenz zu genießen. Wir werden den Prozess dahingehend weiter kritisch begleiten und setzen uns für eine offene Kommunikation und eine schnelle und wertige Fertigsanierung des Hallenbades ein.“