Vereine

Sport als Schlüssel zur Integration


Im Mittelpunkt steht dabei der Gudensberger Sportcoach Jens Siebert. Seine Aufgabe ist es, als Bindeglied zwischen Stadt, Vereinen und Zielgruppen zu fungieren. Er unterstützt Vereine bei integrativen Angeboten, hilft bei organisatorischen Fragen und begleitet Interessierte auf ihrem Weg in den Sport – von der Anmeldung bis zur ersten Trainingseinheit. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit liegt dabei in der individuellen Begleitung bereits integrierter Personen, etwa bei Antrags- und Anmeldeverfahren.

Gefördert werden im Rahmen des Programms unter anderem Teilnahmegebühren, Fahrtkosten, Eintrittsgelder sowie Sportkleidung und Trainingsmaterial. Auch Qualifizierungen wie Übungsleiterlizenzen können bezuschusst werden. Den Sportlern werde die Erstausstattung finanziert, erklärt Siebert im Gespräch. Hierfür stünden 20 Prozent der Gesamtsumme zur Verfügung. Neben Fahrtkosten für Kinder- und Jugendliche, die mit Bus und Bahn zum Training und Spielen kommen würden, sei auch schon ein Lehrgang für eine Teilnehmerin finanziert worden. Nicht alles lasse sich jedoch über das Programm abdecken: Vereinsbeiträge und Passgebühren könnten nicht bezahlt werden – ebenso wenig die sportärztliche Untersuchung.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen. Sie sind es, die konkrete Angebote schaffen und Menschen vor Ort aufnehmen. Jens Siebert unterstützt sie dabei, neue Zielgruppen anzusprechen und passende Formate zu entwickeln. Bei der FSG Gudensberg etwa sind Spieler mit Migrationshintergrund in nahezu allen Altersklassen aktiv –

„von der F-Jugend bis zu den Senioren",

so Siebert. Vergangenes Jahr konnten drei Geflüchtete aus Somalia sowie ein Geflüchteter aus der Ukraine erfolgreich in die Seniorenteams der FSG integriert werden. Insgesamt sind bei der FSG derzeit zwischen 10 und 15 geflüchtete Menschen aktiv, unter anderem aus der Ukraine, Syrien, Afghanistan, Bulgarien und afrikanischen Ländern.

Er würde gerne auch weitere Vereine in der Stadt stärker unterstützen, weshalb er regelmäßig den Bedarf abgefragt. Dabei gehe es längst nicht nur um Geflüchtete: Auch Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien könnten von der Förderung profitieren, so der Sportcoach.

Wer in Gudensberg lebt und sich für eine Sportart interessiert, sie sich aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht leisten kann, dem stehe er gerne als Ansprechpartner zur Verfügung, betont er.

„Ich stelle gerne den Kontakt zum Verein her." 

Auch bei Sprachbarrieren oder wenn Hilfe beim Ausfüllen von Formularen nötig sei, biete er seine Unterstützung an.

Langfristig geht es darum, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Bewegung und Gemeinschaft zu ermöglichen. Denn Integration ist keine Einbahnstraße: Sie lebt vom Mitmachen, vom Engagement der Vereine und vom offenen Miteinander aller Beteiligten.

Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, dann schreiben Sie eine Mail an info@stadt-gudensberg.de Die Stadt leitet den Kontakt an Jens Siebert weiter, der sich dann mit Ihnen in Verbindung setzt.