Sicherheit
Hinweise zum Eichenprozessionsspinner
Nach Eingang einer Meldung wird die betroffene Stelle durch die Stadt geprüft. Die weitere Vorgehensweise erfolgt risikobasiert und verhältnismäßig: Entscheidend sind sowohl die Stärke des Befalls als auch die Nutzung des betroffenen Bereichs.
In stark frequentierten Bereichen mit erhöhtem Schutzbedarf – etwa Kindergärten und Schulen, Spielplätze, Schwimmbäder und Sportanlagen, Friedhöfe, Bushaltestellen, öffentliche Grünflächen sowie stark genutzte Geh- und Radwege – werden befallene Nester bei Bedarf zeitnah durch Fachfirmen entfernt. Hier hat der Gesundheitsschutz der Bevölkerung oberste Priorität.
In weniger frequentierten Bereichen wie Waldrändern, Feldwegen oder naturnahen Flächen erfolgt eine Einzelfallprüfung. Sofern keine besondere Gefährdung besteht, werden die Bereiche durch Warnhinweise gesichert. Auf eine flächendeckende Bekämpfung wird in diesen Fällen verzichtet. Der Einsatz von Bekämpfungsmitteln wird nur dort geprüft, wo eine erhebliche Gefährdung vorliegt.
Die Stadt bittet dringend darum, abgesperrte Bereiche zu beachten und nicht zu betreten.
Alle bekannten Befallstellen werden durch den städtischen Bauhof dokumentiert. Die Daten dienen als Grundlage für präventive Maßnahmen in den kommenden Jahren. An wiederkehrenden Standorten kann so frühzeitig über geeignete Gegenmaßnahmen entschieden werden.
Der Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner tritt aufgrund milder Winter sowie zunehmend warmer, trockener Frühjahrs- und Sommermonate immer häufiger auf. Gleichzeitig werden Eichen durch Hitze und Trockenheit geschwächt und dadurch anfälliger für einen Befall.
Die feinen Brennhaare der Raupen können Hautreizungen, Augenentzündungen und Atemwegsbeschwerden verursachen und bleiben teilweise über Jahre wirksam. Daher sollten Raupen und Gespinstnester nicht berührt werden.
Die Raupen sind grau-braun gefärbt, behaart und bewegen sich häufig in langen Reihen. Auffällig sind die weißen Gespinstnester an Eichenstämmen oder stärkeren Ästen.
