Sicherheit

Maßnahmenbündel für mehr Schutz und Vertrauen


Ein zentraler Baustein ist seit vielen Jahren der Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes für den Objekt- und Veranstaltungsschutz. Für das Jahr 2026 hat der Magistrat die Beauftragung bereits im Februar beschlossen. In einem nächsten Schritt wurde der Einsatz gezielt ausgeweitet: Die sogenannte City-Streife ist künftig länger im Einsatz, zudem wurde der Einsatzbereich erweitert. Auch der Floriansplatz in Deute wird nun regelmäßig in die Streifen einbezogen. Insgesamt wurden die Stunden des Sicherheitsdienstes erhöht, um Präsenz und Ansprechbarkeit weiter zu verbessern.

Neben ordnungsrechtlichen Maßnahmen setzt Gudensberg gezielt auf Prävention und Aufklärung. So bietet die Jugendpflege am 7. und 8. April einen Selbstverteidigungskurs für Mädchen ab der 5. Klasse an. Unter dem Motto „Stark. Selbstbewusst. Sicher.“ lernen die Teilnehmerinnen, Gefahrensituationen besser einzuschätzen, selbstbewusst aufzutreten und sich im Ernstfall zu behaupten. Geleitet wird der Kurs von einem erfahrenen Sicherheitscoach, der praxisnahes Wissen vermittelt.

Auch für Erwachsene gibt es Angebote: Im Rahmen des Landesprogramms „Gewalt-Sehen-Helfen“ lädt die Gemeinwesenarbeit am 25. April von 14:00 Uhr - 18:00 Uhr zu einem kostenlosen Workshop ein, der zeigt, wie man in Konfliktsituationen sicher und ohne Eigengefährdung helfen kann. Im Fokus stehen Deeskalationstechniken, das richtige Verhalten als Zeuge sowie die Stärkung von Zivilcourage. Ziel ist es, eine Kultur des Hinschauens und Helfens zu fördern. Der Workshop ist ab 18 Jahren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Information und Sensibilisierung. In Kooperation mit der Volkshochschule und dem Polizeipräsidium Nordhessen werden regelmäßig Vorträge angeboten – etwa zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Cybercrime. Gerade im digitalen Raum nehmen Betrugsversuche zu, weshalb Aufklärung hier eine wichtige Rolle spielt. Der kostenfreie Vortrag „Cybercrime im KI-Zeitalter“ findet am 27. April um 18 Uhr im Bürgerhaus statt.

Yvonne Winter, Pressesprecherin Polizeidirektion Schwalm-Eder, Bürgermeisterin Sina Massow und Jörg Grösch, Dienststellenleiter Polizeistation Fritzlar beim Jahresgespräch.

Darüber hinaus setzt die Stadt auf enge Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden. Regelmäßige Abstimmungen mit der Polizei, darunter auch das jährliche Sicherheitsgespräch, sorgen für einen kontinuierlichen Austausch. Ergänzt wird dies durch die Arbeit des Ordnungsamtes Chattengau, das im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit Niedenstein gegründet wurde und regelmäßig in der Innenstadt präsent ist. Auch der freiwillige Polizeidienst, der bereits 2019 eingeführt wurde, zeigt Präsenz im Alltag und bei Veranstaltungen.

Ein niedrigschwelliges Angebot stellt zudem die regelmäßige Sprechstunde „Sicherheit und Ordnung“ dar. Hier stehen der Schutzmann vor Ort sowie ein Ordnungspolizeibeamter den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen und Anliegen zur Verfügung.

Auch im Bereich Verkehrssicherheit wurden Fortschritte erzielt: Durch bauliche Anpassungen und verstärkte Kontrollen konnte die Sicherheit im Straßenraum weiter erhöht werden.

Bürgermeisterin Sina Massow betont:

„Ziel aller Maßnahmen ist es, die Sicherheitslage und vor allem das Sicherheitsgefühl für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt spürbar zu verbessern. Dabei nehmen wir Vorfälle jeder Größenordnung ernst – von größeren Ereignissen bis hin zu kleineren Beeinträchtigungen des öffentlichen Raums und des täglichen Miteinanders, da gerade diese das Empfinden von Ordnung, Sauberkeit und Lebensqualität maßgeblich prägen.“

Mit der Kombination aus Präsenz, Prävention und Beteiligung verfolgt Gudensberg einen ganzheitlichen Ansatz. Sicherheit wird dabei nicht nur als Aufgabe von Behörden verstanden, sondern als gemeinschaftliches Anliegen.