Partnerschaft
Gudensberg auf internationaler Bühne
Die Bedeutung der Veranstaltung wurde durch die hochrangige politische Beteiligung unterstrichen. Zu den Rednern und Gästen gehörten:
- Dr. Johann Wadephul, Bundesminister des Auswärtigen
- Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- Vitalii Bezhin, ukrainischer Minister für Gemeinden, Territorien und Binnenvertriebene (online zugeschaltet)
- Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe
- S. E. Oleksii Makeiev, Botschafter der Ukraine in Deutschland
- Niels Annen, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Neben den politischen Beiträgen standen zahlreiche Fachgespräche und Podiumsdiskussionen im Mittelpunkt. Dabei ging es insbesondere um die Stärkung kommunaler Strukturen, den Wiederaufbau der Ukraine und die Annäherung an europäische Standards.
Gudensberg bringt praktische Erfahrungen in die europäische Diskussion ein
Ein besonderer Höhepunkt aus Gudensberger Sicht war die Podiumsdiskussion am 9. Oktober zum Thema „Europäische Integration auf lokaler Ebene: Vom Verständnis der Prozesse zu echten Veränderungen“.
Auf dem international besetzten Podium diskutierten:
- Dr. Eberhardt Kettlitz, stellvertretender Fachbereichsleiter Organisation und Bauen der Stadt Gudensberg
- Jānis Lange, Exekutivdirektor der Stadt Riga, Lettland
- Sebastian Bonis, Berater der Metropolregion Oradea, Rumänien
- Serhii Doroshenko, Referatsleiter für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung der Stadt Nikopol, Ukraine
Dr. Kettlitz stellte die bereits erfolgreich umgesetzten Projekte in Gudensbergs ukrainischer Partnerstadt Schtschyrez vor. Darüber hinaus erläuterte er anhand weiterer, noch nicht vollständig abgeschlossener Vorhaben die praktischen Herausforderungen bei deren Planung und Umsetzung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den unterschiedlichen ukrainischen und europäischen Normen und Standards. Dr. Kettlitz verdeutlichte, welche Vorteile die Orientierung an europäischen Regelwerken bietet und wie diese bei zukünftigen Projekten berücksichtigt werden können.
Mit diesem Beitrag brachte die Stadt Gudensberg ihre praktischen Erfahrungen aus der kommunalen Partnerschaftsarbeit in den internationalen Fachaustausch ein. Zugleich wurde deutlich, welchen wertvollen Beitrag der Wissenstransfer zwischen Kommunen zum Wiederaufbau und zur europäischen Integration der Ukraine leisten kann.
Gemeinsam für eine starke Partnerschaft
Begleitet wurde Dr. Eberhardt Kettlitz vom Ersten Stadtrat der Stadt Gudensberg, Romanus Baldermann, sowie von zwei Vertretern der ukrainischen Partnerstadt Schtschyrez: Iryna Mykytka, ehemalige Hochschuldozentin für Wirtschaftsdeutsch in Lwiw, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Schtschyrez und langjährige Wegbereiterin der Städtepartnerschaft zwischen Gudensberg und Schtschyrez, sowie Volodymyr Popovych, stellvertretender Bürgermeister von Schtschyrez.
Die Gespräche in Berlin boten eine wertvolle Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit zu entwickeln. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig persönliche Begegnungen und gegenseitiges Vertrauen für eine lebendige kommunale Partnerschaft sind.
Gerade die direkte Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Kommunen macht deutlich, wie aus politischer Solidarität konkrete Unterstützung vor Ort entstehen kann. Sie verbindet Menschen, fördert den gegenseitigen Erfahrungsaustausch und trägt dazu bei, gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.
Die Konferenz hat eindrucksvoll gezeigt: Europäische Zusammenarbeit beginnt nicht erst auf Regierungsebene, sondern wird insbesondere in Städten und Gemeinden mit Leben gefüllt.
Erster Stadtrat Romanus Baldermann zieht positives Fazit
Der Erste Stadtrat Romanus Baldermann zeigte sich von den Begegnungen und dem fachlichen Austausch in Berlin beeindruckt:
„Die Begegnungen und Gespräche in Berlin haben mir noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig und wertvoll unsere Partnerschaft mit Schtschyrez ist. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir in Gudensberg nicht nur über Solidarität sprechen, sondern gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden bereits konkrete Projekte erfolgreich umgesetzt haben. Der Beitrag von Dr. Eberhardt Kettlitz auf internationaler Bühne hat eindrucksvoll gezeigt, was auch eine kleinere Kommune wie Gudensberg durch Engagement, Fachwissen und gelebte Partnerschaft bewirken kann.“
Für Gudensberg und Schtschyrez war die Teilnahme an der Konferenz ein weiterer wichtiger Baustein ihrer gewachsenen Partnerschaft. Sie unterstreicht das gemeinsame Ziel, die Ukraine beim Wiederaufbau zu unterstützen, kommunale Strukturen nachhaltig zu stärken und den Weg in eine europäische Zukunft aktiv mitzugestalten.
Partnerschaft bedeutet nicht nur, miteinander zu sprechen, sondern gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und konkrete Projekte umzusetzen.
