Stadt Gudenberg 05.2025

G1

G1

Ein zentrales Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ stellt die Umwandlung eines ehemaligen Supermarktes in das "G1" – ein sozial-integratives Begegnungs- und Kommunikationszentrum dar. Im Jahr 2020 ergab sich für die Stadt Gudensberg die Möglichkeit, den ehemaligen Supermarkt im Grabenweg zu erwerben, der viele Jahre leer stand. Er war aufgrund der Lage und Beschaffenheit für die Umnutzung zum Kommunikationszentrum geeignet, wie eine Machbarkeitsstudie bestätigte. 2022-2024 erfolgte der Umbau entsprechend den aktuellen Standards der Nachhaltigkeit, Energieeffizienz (KfW-55-Standard) und Barrierefreiheit.

Stadt Gudenberg 05.2025


Dank der engen Einbindung von Vereinen und Nutzergruppen entstand ein Raumkonzept, das sich gezielt für die Stadtgesellschaft öffnet. Bis auf die Räume des Sozialkaufhauses können alle Räume flexibel und multifunktional genutzt werden. Mobile Wände ermöglichen eine bedarfsgerechte Anpassung der Raumgrößen. Auch Nutzungen mit spezifischen Raumanforderungen, wie musikalische Nutzung, Werkstatt und Atelier und Küche, wurden integriert. Die Belegung der Räume erfolgt durch ein online verfügbares Raumbuchungssystem.

Als Zentrum für Integrations-, Vereins-, Flüchtlings-, Jugend- und Generationenarbeit erbringt das "G1" einen wichtigen Beitrag für das weitere Zusammenwachsen der Stadt – sowohl sozial als auch räumlich. Am Ende der Fußgängerzone gelegen, bildet das "G1" einen wichtigen Anziehungspunkt, der die städtebauliche Situation in diesem Bereich stärkt.

Für das Konzept und die Umsetzung des G1 hat die Stadt Gudensberg den Hessischen Landespreis für Baukultur und den Preis der Klimakommunen Hessen gewonnen sowie den 1. Platz im bundesweiten Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2025“ belegt.

Das G1 wurde von der Ladleif Architekten GmbH aus Kassel geplant und umgesetzt. Das G1 hat gerundet 5.813.000 € gekostet. Durch den Einsatz von zwei weiteren Förderprogrammen neben dem Städtebauförderprogramm liegt der kommunale Anteil bei 1.771.000 €. Die Fördermittelgeber haben das Projekt umfassend geprüft. Sie stellten fest: „Ausgaben für den vergleichenden Neubau werden nicht überschritten!“ Das heißt, dass die Sanierung, der Umbau und die Erweiterung des Bestandsgebäudes zum G1 nicht teurer war als ein vergleichbarer Neubau.