Gefangenenturm und Erschließung Obernburg

Gefangenenturm und erschließung der Obernburg

Kind am Klettersteig
Der Klettersteig. 

Da es in der Gudensberger Altstadt an öffentlichen Begegnungsorten fehlt, entsteht am historischen Gefangenturm die Umsetzung der Idee eines öffentlichen Balkons. Derzeit wird das Umfeld des letzten Wehrturms der Stadtmauer seiner historischen Bedeutung und seiner Lage an wichtigen Naherholungswegen nicht gerecht.

Ziel ist es, den Bereich als „Quartiersbalkon“ zu einem generationsübergreifenden, öffentlichen Garten mit Aufenthaltsangeboten zu entwickeln. Als besonderes Highlight wird der Gefangenenturm durch eine Außentreppe wieder zugänglich gemacht. Er erhält damit seine historische Funktion als Aussichtspunkt über die Stadt zurück. Auch die ehemalige Gefängniszelle wird in diesem Zuge restauriert.

Gleichzeitig wird die Haupterschließung zur Obernburg sicherer und komfortabler gestaltet. Der Weg ist sehr steil und für mobilitätseingeschränkte Personen kaum nutzbar. Zwar kann der Weg nicht barrierefrei werden, aber die Oberflächen werden mit rutschfesten Rasenliniensteinen ausgestattet. Der Weg erhält einen durchgehenden Handlauf, regelmäßige Sitzgelegenheiten und wird beleuchtet. Als zusätzliche Attraktion entstand auf der anderen Seite ein Klettersteig für Kinder und Jugendliche.

Auch dieses Projekt wird vom Landschaftsarchitekturbüro LOMA aus Kassel beplant. Die Bauausführung soll bis zum Winter 2026 abgeschlossen sein. Hierfür sind 1.090.000 € vorgesehen, ebenfalls mit einer Zweidrittelförderung. Dabei wird auch ein Abschnitt der Trinkwasserleitung im oberen Bereich der Schlossstraße erneuert, weil neue Anschlüsse hergestellt werden müssen.

Plan vom Quartiersbalkon Gefangenenturm.