Terranobad

Sanierung des Hallenbads Gudensberg


Gleichzeitig werden die politischen Gremien der Stadt Gudensberg sowie der Hallenbadbeirat regelmäßig und umfassend über den aktuellen Stand informiert. Verwaltung, Politik und Beirat stehen in engem Austausch, um Transparenz über die Entwicklung des Projekts zu gewährleisten.


Unerwartete Herausforderungen beim Bauen im Bestand

Ursprünglich war vorgesehen, lediglich das Dach und das Schwimmbecken zu sanieren. Während der Bauarbeiten wurden jedoch weitere Schäden entdeckt. So traten in den Duschbereichen erhebliche Feuchtigkeitsschäden zutage, die zunächst behoben werden mussten. Dadurch erhöhte sich der Umfang der Arbeiten sowie der Planungs- und Abstimmungsbedarf deutlich.

Im weiteren Verlauf der Bauarbeiten traten zusätzliche bauliche Herausforderungen zutage. Ein Beispiel ist der Estrich in der Schwimmhalle, der zu hoch eingebaut wurde. Daraus ergeben sich mehrere praktische Probleme:

  • Türen sind zu niedrig
  • Der Zugang zur Schwimmhalle sowie zu Duschen und weiteren Bereichen ist aktuell nicht barrierefrei
  • Es entstehen Stufen innerhalb des Gebäudes

Diese Punkte müssen fachlich geprüft und baulich korrigiert werden. Der Umfang der erforderlichen Maßnahmen hat sich dadurch deutlich erhöht. Die notwendigen Maßnahmen sind technisch anspruchsvoll und erfordern eine sorgfältige Planung.


Experten prüfen Lösungswege

Derzeit werden die vorhandenen baulichen Situationen detailliert analysiert. Fachplaner und Spezialisten aus verschiedenen Bereichen prüfen, welche technischen Lösungen sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar sind. Ziel ist es, die notwendigen Korrekturen sorgfältig zu planen und eine tragfähige Grundlage für die nächsten Bauabschnitte zu schaffen.

Parallel dazu werden offene Fragen zur Bauausführung, zu Abläufen und zu möglichen Zeitplänen aufgearbeitet.


Politische Entscheidungen nach der Kommunalwahl

Die notwendigen politischen Entscheidungen zum weiteren Vorgehen sollen nach der Kommunalwahl, voraussichtlich im Mai 2026, getroffen werden. Darauf haben sich die Fraktionsvorsitzenden der Gudensberger Stadtverordnetenversammlung und Bürgermeisterin Sina Massow verständigt.


Was bereits geschafft ist

Trotz der aktuellen Herausforderungen wurden wichtige Bauabschnitte bereits erfolgreich abgeschlossen. Das Dach des Hallenbads ist vollständig saniert, die Fassade ist fertiggestellt und das neue Edelstahlbecken wurde eingebaut.

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Hallenbad einen modernen technischen Standard erreichen. Ein kompletter Neubau wäre deutlich teurer: Zum Vergleich lagen die Planungen der Stadt Borken für ein neues Schwimmbad im Jahr 2025 bei rund 22 Millionen Euro. Die Sanierung in Gudensberg bewegt sich dagegen bei etwa einem Drittel dieser Summe.

Die Stadt weiß, wie wichtig das Hallenbad für Schulen, Vereine und viele Bürgerinnen und Bürger ist. Ziel bleibt es, die Sanierung sorgfältig weiterzuführen und das Bad langfristig wieder als modernen Ort für Sport, Freizeit und Begegnung zur Verfügung zu stellen.


Wann öffnet das Bad endlich wieder?

Diese Frage bewegt nicht nur viele Gudensbergerinnen und Gudensberger, sondern auch die Stadtverwaltung. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Zeitpläne für die Fertigstellung der Sanierung erstellt und angepasst. Die zuletzt kommunizierte Einschätzung ging von einer möglichen Wiedereröffnung im Herbst 2025 aus. Aufgrund der inzwischen bekannten zusätzlichen Herausforderungen im Bauablauf ist dieser Zeitplan jedoch nicht mehr realistisch.

Bereits im Frühjahr 2025 hat die Stadt neues Personal eingestellt, um zur Wiedereröffnung ausreichend Fachkräfte bereitzustellen. Bis zur Fertigstellung der Sanierung arbeiten sowohl die neuen als auch die bestehenden Mitarbeitenden vorübergehend in anderen Bädern.

Bürgermeisterin Sina Massow erklärt:

„Wir haben frühzeitig Personal eingestellt, weil wir gut vorbereitet sein wollten, wenn unser Hallenbad wieder öffnet. Das zeigt, dass wir als Stadt Gudensberg alles tun, um eine schnelle und reibungslose Wiedereröffnung unseres Hallenbades zu ermöglichen.“